Wayne Carpendale rechnet mit der AfD ab: "Sie sprechen seit Jahren über nichts anderes"
Autor: Franziska Wenzlick
, Freitag, 28. August 2026
Er habe sich in den vergangenen Tagen "sehr geärgert", schreibt Wayne Carpendale. Im Umgang mit der AfD wählt der Moderator deshalb nun einen neuen Ansatz.
"Guten Tag, AfD", sagt Wayne Carpendale zu Beginn seines neuen Instagram-Videos. Darin nimmt er die Rolle eines AfD-Wahlkämpfers ein - aber auch die eines Bürgers, der Ersterem offenkundig abgeneigt die Tür öffnet. Er wolle "Deutschland wieder so machen, wie es früher war", sagt der Moderator in seiner Rolle als AfD-Fürsprecher. Und man wolle "Normalität", also: "Vater, Mutter, Kinder."
In seiner Rolle als Wähler verweist Carpendale auf seine alleinerziehende Nachbarin, seinen schwulen Kumpel, seinen iranischen Arzt. All das sei in Ordnung, erwidert der fiktive AfD-Mann - was nicht normal sei, müsse man im Einzelfall entscheiden. "Sie klingeln bei mir mit 'Deutschland den Deutschen' und drinnen müssen wir erst eine Excel-Tabelle aufmachen?", stutzt der Bewohner des Hauses. "Man muss immer genau zuhören, was Sie nicht gesagt haben."
Wayne Carpendale hat sich "in den letzten Tagen über Magazintitel und Podcastaussagen sehr geärgert"
Jedem Argument des gespielten Wahlkämpfers kann dessen Gegenüber etwas entgegensetzen. Als es heißt, "Wir müssen endlich wieder über die Probleme dieses Landes sprechen dürfen", antwortet der Wähler: "Sie sprechen seit Jahren über nichts anderes." Auch, dass man die AfD "mundtot" machen wolle, glaubt Carpendale in seiner anderen Rolle nicht: "Sie waren gestern im Fernsehen!"
Er stellt fest: "Jede Woche heißt es, jetzt kommt die AfD. Jetzt wird es gefährlich. Und jedes Mal bekommt ihr ein Titelbild, auf dem ihr ausseht, wie der Endgegner von Deutschland." Angst sei das "Influencermarketing" der Partei.
Mit seinem Sketch scheint Wayne Carpendale nicht nur ein Statement setzen, sondern auch einen Appell an seine Followerschaft richten zu wollen. "Nachdem ich mich in den letzten Tagen über Magazintitel und Podcastaussagen sehr geärgert habe, hier mal mein Ansatz", schreibt er unter seinem Beitrag. "Manche klingeln. Manche wollen rein. Bei manchen fragt man besser erst, wo die eigentlich hinwollen."
Quelle: teleschau – der mediendienst