Nach dem Erfolg von "Das Kanu des Manitu": Was macht Michael "Bully" Herbig als Nächstes?
Autor: Wilhelm Flemmer
, Montag, 13. Juli 2026
Michael "Bully" Herbig ist Erfolge gewohnt. Vor 25 Jahren drehte er mit "Der Schuh des Manitu" den bis heute erfolgreichsten Film in den deutschen Kinos. Auch die Fortsetzung "Das Kanu des Manitu" lockte Millionen in die Kinos. Was macht Herbig als nächstes?
Ob als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Komiker oder Moderator - die Erfolgssträhne von Michael "Bully" Herbig ist lang und sie reißt nicht ab. Zuletzt hatte er - als Schauspieler, Regisseur und Ko-Drehbuchautor - in den Kinos mit "Das Kanu des Manitu" mehr als fünf Millionen Zuschauer begeistert. Es war ein vorprogrammierter Erfolg, die Fangemeinde des vor genau 25 Jahren erschienenen Vorgängers "Der Schuh des Manitu", seines Zeichens Kultfilm und publikumsstärkster Film in Deutschland, ist riesig, und diese Fans ruderten auch die Fortsetzung gegen alle Widerstände aufs Blockbuster-Podest.
Nichts Neues also von Herbig, der dann aber doch immer wieder zu überraschen versteht. Ein Coup war ihm zuletzt etwa auch bei "LOL: Last One Laughing" gelungen. Dort fand sich in der letzten Staffel plötzlich Hape Kerkelings Horst Schlämmer anstelle Herbigs in der Rolle des Gastgebers, während Herbig sich unter die Kandidaten gemischt hatte. Er schlug sich tapfer, von einem Sieg war er als Fünftplatzierter allerdings weit entfernt. Doch das machte ihn umso sympathischer, wie übrigens jeden "Verlierer" in der Sendung, in der wer lacht zwar rausfliegt, dem aber die Sympathien der Zuschauer sicher sind.
Michael Herbig - ein Trotzdem-Künstler
Die Überraschung, das Unerwartete gehört zur DNA von Herbigs Arbeit. Sie kennzeichnet seinen Humor und weist ihn zugleich als unerschrockenen Künstler, als Rebellen geradezu aus. Schon seinen "Schuh des Manitu" hatte er verkehrt herum angezogen. "Vor 25 Jahren, als wir den ersten Teil gemacht haben, haben uns Leute gefragt, wieso macht ihr eine Parodie auf Westernfilme, die über 30 Jahre alt sind? Das interessiert doch keinen", sagte Herbig in einem Interview mit dem ZDF. Wie man sich täuschen konnte, über Karl May auf der Schippe hatten seinerzeit mehr als elf Millionen Menschen herzlich gelacht.
Gegen den Strom lenkte Herbig im vergangenen Jahr auch "Manitus Kanu". Auch hier stellte sich die Frage: warum so spät? Antwort Herbig: "Ich finde das viel spannender als eine Fortsetzung zwei Jahre später." Außerdem sei er nach dem "Schuh" erstmal "leer" gewesen. Schön und gut, aber grenzte es nicht an künstlerisches Harakiri, in einer moralhysterischen Zeit wie der unseren überhaupt daran zu denken, sagen wir das Homosexuelle aufs Korn zu nehmen? Herbig warf Winnetouch, Abahachis schwulen Zwillingsbruder, dennoch nicht aus dem Film - aus ästhetischer Überzeugung und ohne sich einer Moralvorgabe zu beugen. "Für mich ist Winnetouch die modernste Figur im ersten Teil und es war von Anfang an klar, dass er wieder dabei sein würde."
Was kommt als nächstes? Hat Herbig eine weitere Überraschung parat? Ein Projekt, mit dem er wieder manchen vor den Kopf stoßen würde? Was von ihm erwartet wird, liegt auf der Hand. Ein dritter "Manitu"-Film. Oder eine Fortsetzung von ("T)Raumschiff Surprise", also "Periode 2", wo doch "Periode 1" mit weit über neun Millionen verkauften Tickets ebenfalls so immens erfolgreich war. Konkreter scheint aber eine andere Filmidee zu sein. "Als wir noch nicht wussten, dass wir die Fortsetzung von 'Der Schuh des Manitu' drehen würden, haben wir über eine Weihnachtsgeschichte nachgedacht", sagte Herbig der "Bild am Sonntag". Eine Weihnachtsgeschichte - bei dem Schauspieler, Regisseur, Komiker und Moderator muss mit allem gerechnet werden.
Quelle: teleschau – der mediendienst