Tochter von Frauke Ludowig war ein Jahr in Klinik: "Wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre"
Autor: Teleschau
, Montag, 14. Sept. 2026
Bisher stand Nika Röffen nicht in der Öffentlichkeit. Nun sorgt ein emotionales Video der Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig für Aufsehen. Dort berichtete die 21-Jährige, dass sie wegen einer Zwangsstörung in einer Klinik behandelt wurde.
Ihre Mutter steht seit Jahren im Rampenlicht, und auch ihre Schwester Nele ist regelmäßig auf roten Teppichen zu sehen. Nika Röffen hielt sich dagegen bislang aus der Öffentlichkeit raus. Nun hat die jüngste Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (62) öffentlich über ihre psychischen Probleme gesprochen. Auf TikTok gab sie einen sehr persönlichen Einblick in ihren Kampf mit einer Zwangsstörung.
"Zwangsstörungen sind kein Joke. Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist", sagt Nika Röffen in dem TikTok-Video. Die 21-Jährige berichtet von extrem belastenden Phasen, in denen selbst alltägliche Dinge kaum noch möglich gewesen seien. Demnach äußerte sich die Erkrankung bei ihr unter anderem durch sogenanntes magisches Denken. Sie verbinde bestimmte Handlungen mit einem Angstgedanken und glaube anschließend, dass etwas passieren könne, erklärt Röffen. Daraus hätten sich Zwänge entwickelt, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen - teilweise "hundertmal bis zweihundertmal, bis ich keinen schlechten Gedanken mehr hab".
In besonders schlimmen Phasen habe sich der Zwang auf nahezu ihren gesamten Alltag ausgeweitet. Teilweise habe sie drei oder vier Stunden gebraucht, um überhaupt etwas zu essen oder aufzustehen. Manchmal habe sie es nach eigener Aussage nicht einmal mehr geschafft, die Treppe hinaufzugehen, und schließlich dort geschlafen.
Nika Röffen möchte anderen Betroffenen Mut machen
"Ich hatte keine anderen Gedanken mehr", erinnert sich Röffen. Gleichzeitig habe sie große Angst gehabt, den Bezug zur Realität zu verlieren. Immer wieder habe sie befürchtet, "verrückt" zu werden oder eine Psychose zu entwickeln. "Das hatte ich ganz, ganz lange", gesteht sie.
Mit ihrer Zwangsstörung kämpft Röffen nach eigenen Angaben bereits seit ihrem 14. Lebensjahr. Besonders dramatisch sei die Situation vor rund zwei Jahren geworden. Als sich ihr Zustand weiter verschlechtert hatte, begab sie sich für rund ein Jahr in eine Klinik. "Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen", betont Röffen.
Ganz verschwunden seien ihre Probleme zwar nicht, sie habe aber gelernt, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Mittlerweile studiert Röffen an der Akademie Mode und Design in Berlin. Mit ihrer Offenheit will die 21-Jährige nach eigenen Angaben auch anderen Betroffenen Mut machen. Ihre Botschaft: Niemand müsse eine solche Erkrankung allein bewältigen. "Sucht euch Hilfe, ihr müsst da nicht alleine durch! Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern", erklärt sie in ihrem Video.
@nikaroe Zwangsstörungen Talk #ocd #zwangsstörung ♬ original sound - Nika
Quelle: teleschau – der mediendienst