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"The Voice"-Publikumsliebling: Mit diesen Krimi-Serien lernte Samu Haber Deutsch


Autor: Stefan Weber

, Mittwoch, 01. April 2026

Seine Sprüche machten ihn zum "The Voice"-Publikumsliebling: Um Deutsch zu lernen, setzte Samu Haber auch auf ungewöhnliche Methoden.


Er feiert am 2. April seinen 50. Geburtstag: Mit seinem charmanten Mix aus Deutsch und Englisch und lustigen Sprüchen ("Du hast nicht alle Indianer in der Kajak") und erfundenen Sprichwörtern ("In Finnland sagt man: Du musst alles im Leben ausprobieren, außer heißen Tango mit der Schwiegermutter") wurde Samu Haber 2013 als "The Voice"-Coach zum absoluten Publikumsliebling: In sechs Staffeln der ProSieben-Castingshow saß der ehemalige Frontmann der finnischen Band Sunrise Avenue auf dem roten Drehstuhl - zuletzt 2024. In Vorbereitung auf die Show, Deutsch zu lernen, fiel ihm dabei nicht leicht - und das, obwohl er deutsche Wurzeln hat.

Denn sein Vater stammt ursprünglich aus Bad Grund im Harz, lebte aber seit dem Kindesalter in Finnland. Haber selbst wurde in Helsinki geboren und nach der Scheidung der Eltern von seiner Mutter gemeinsam mit zwei jüngeren Geschwistern großgezogen. In der Schule lernte er Deutsch als Fremdsprache - nach eigener Darstellung ohne Erfolg. "Sie haben mich von der Highschool geschmissen, auch weil mein Deutsch so schlecht war", sagte er 2013 bei "Markus Lanz".

Samu Haber: "Kostet mich Energie, Deutsch zu sprechen"

Zur Vorbereitung für "The Voice" hatte er dann nur zwei Wochen Zeit, Deutsch zu lernen, wie er 2024 im teleschau-Interview bestätigte: "Als ich 2013 zum ersten Mal hierherkam, merkte ich sehr schnell, wie schwer es sein würde - und das ganze Produktionsteam realisierte dann auch, dass ich wirklich kein Deutsch sprach", sagte er damals lachend. "Sagen wir mal so: Dass die Kameras schon liefen, war eine große Motivation für mich, die Sprache zügig zu lernen." Zwei Krimiserien hätten ihm dabei geholfen: "Die Sprache in 'Derrick' und 'Der Alte' ist sehr langsam", erklärte er im Gespräch mit "Markus Lanz". Das gleichmäßige Sprechtempo habe ihm geholfen, Strukturen und Wortschatz besser zu erfassen.

Seinen eigenen Umgang mit der deutschen Sprache kommentierte Haber immer wieder kritisch und selbstironisch. Auf die Frage nach seiner Beliebtheit beim Publikum kokettierte er im teleschau-Interview: "Ich glaube nicht, dass ich als Publikumsliebling gelte." Falls er in Deutschland dennoch geschätzt werde, liege das seiner Einschätzung nach daran, dass man hierzulande "Mitleid wegen meiner schlechten Deutschkenntnisse" habe. Die Sprache bleibe für ihn jedoch anspruchsvoll: "Es ist immer noch sehr schwierig und kostet mich Energie, auf Deutsch zu sprechen, aber es klappt inzwischen viel besser."

So feiert Samu Haber seinen 50. Geburtstag

Dass er sich weiterhin bemüht, seine Sprachkenntnisse zu verbessern, dürfte einen guten Grund zu haben. Denn auch wenn er seine Beliebtheit herunterspielt, so ist er doch - außer in Finnland - in keinem Land erfolgreicher als in Deutschland: Sowohl die Alben seiner 2022 aufgelösten Band Sunrise Avenue als auch sein erstes englischsprachiges Soloalbum "Me Free My Way" (2024) verkauften sich im deutschsprachigen Raum besser als in seiner Heimat.

Ein weiterer Beweis für die enge Beziehung zu Deutschland: Seinen 50. Geburtstag am 2. April feiert er in Berlin - mit einem bereits ausverkauften Konzert in der Max-Schmeling-Halle.

Quelle: teleschau – der mediendienst