"Tatort"-Kommissarin wird 60: So sah Maria Furtwängler in ihrer ersten Rolle aus
Autor: Stefan Weber
, Freitag, 11. Sept. 2026
Am 13. September feiert sie ihren 60. Geburtstag: Als Kommissarin Charlotte Lindholm ist Maria Furtwängler inzwischen einer der am längsten ermittelnden "Tatort"-Stars. Ihre Serienvergangenheit hingegen ist fast in Vergessenheit geraten.
Nach einer langen Sommerpause ist es so weit: Mit "König in Gelb" (Sonntag, 13. September, 20.15 Uhr, ARD) startet die neue "Tatort"-Saison - und ausgerechnet an diesem Tag feiert Maria Furtwängler ihren 60. Geburtstag. Es ist bereits der 33. Fall mit Charlotte Lindholm, der Rolle, die Furtwänglers Karriere seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt. An ihre eigentlichen Anfänge erinnert sich die Schauspielerin dagegen eher ungern.
Ihre erste Rolle hatte sie an der Seite von Siegfried Rauch und Maria Schell in der ARD-Serie "Die glückliche Familie" (1987-1991) - und viel abgewinnen kann sie dieser Zeit im Rückblick nicht: "Hab ich da gespielt? Da hat sich doch kein Muskel in meinem Gesicht bewegt. Ziemlich grauenvoll", sagte Furtwängler 2007 im "Spiegel"-Interview über ihre schauspielerischen Anfänge.
Dass Furtwängler heute als eine der verlässlichsten Gesichter des deutschen Fernsehens gilt, war ohnehin keineswegs abzusehen. Bevor sie 2002 erstmals als Kommissarin Charlotte Lindholm ermittelte, war sie vor allem durch Rosamunde-Pilcher-Filme bekannt - und die Entscheidung, ihr die begehrte "Tatort"-Rolle zu geben, sorgte bei der ARD nicht nur für Zustimmung.
"Nehmen wir doch lieber die oder den. Die Furtwängler hat doch vorher Rosamunde-Pilcher-Filme gemacht", habe es geheißen, erinnerte sie sich später. Erst der Erfolg des ersten Falls "Lastrumer Mischung", den knapp über zehn Millionen Zuschauer verfolgten, änderte die Wahrnehmung schlagartig. "Was für'n Schwein, dass mich jemand gefragt hat, ob ich die Rolle will", sagte Furtwängler rückblickend im "Spiegel" über diesen entscheidenden Karrieremoment.
Demenz ihres Vaters war "eine prägende Erfahrung"
Heute bestimmt Furtwängler selbst über ihre Rollen - und den Umfang: Seit geraumer Zeit gönnt sie ihren Fans nur noch einen Lindholm-Einsatz pro Jahr. Umso mehr Gewicht bekommt "König in Gelb", ein Krimi aus der Feder von Alexander Adolph, der neben der Kriminalhandlung auch das Thema Demenz behandelt - eine Erkrankung, die laut Furtwängler rund zwei Millionen Menschen in Deutschland betrifft.
Für die promovierte Medizinerin ist das Thema auch persönlich: "Auch mein Vater war an Demenz erkrankt - gegen Ende seines Lebens. Das war eine prägende Erfahrung für mich", sagte sie im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Im Film gebe es sogar eine Parallele zu ihrem eigenen Leben - Furtwänglers echte Mutter spielt die Filmmutter und lässt im Drehbuch den Satz fallen: "Bitte erschieß mich, wenn ich das kriege." Trotz solcher Ängste, die Furtwängler für weit verbreitet hält, sieht sie im Umgang mit Demenz auch Menschliches: "Auch da ist noch ein Wollen und ein Sehnen im Leben", sagte sie.
"Empfinde eine wachsende Dankbarkeit gegenüber meinem Körper"
Mit ihrem eigenen Älterwerden beschäftigt sich die Schauspielerin anlässlich ihres runden Geburtstags natürlich auch: "Ich schaue mit einem gewissen Staunen und einer Neugier auf diese Zahl", sagte sie im "Bunte"-Interview: "Meine frühere Vorstellung, was 60 bedeutet, passt ganz und gar nicht zu meinem heutigen Lebensgefühl, denn ich empfinde eine wachsende Dankbarkeit gegenüber meinem Körper."