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Absurde Summe: Ralf Schumacher verrät, wie teuer heute eine Formel-1-Karriere ist


Autor: Teleschau  

, Montag, 06. Juli 2026

Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat im Podcast von Barbara Schöneberger über die Herausforderungen für Nachwuchsfahrer im Motorsport gesprochen. So verrät er, warum Talent allein längst nicht mehr genügt - und weshalb angehende Rennfahrer heute mit einem Millionenbudget rechnen müssen.


In der neuen Folge ihres Podcasts "Mit den Waffeln einer Frau" begrüßt Barbara Schöneberger (52) Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher. Der 51-Jährige beendete seine Rennfahrer-Karriere vor fast 20 Jahren und arbeitet heute als Kommentator und Experte für den Sender Sky. Im Gespräch mit der Moderatorin erklärt er, warum Talent allein heute längst nicht mehr ausreicht, um es in die Formel 1 zu schaffen - und weshalb es deutsche Nachwuchsfahrer besonders schwer haben.

Auf die Frage von Schöneberger: "Kann man heute noch Formel-1-Star werden, wenn man jung ist und Talent hat?", erklärt Schumacher, es sei vor allen Dingen wichtig, schon früh in den Sport einzusteigen. Am besten im Alter von sechs bis sieben Jahren. Bei ihm und seinem Bruder Michael Schumacher ging es sogar schon früher los. In seiner Sky-Doku-Serie hatte Schumacher zuletzt erklärt, das erste Mal im Alter von drei Jahren in einem Kart gesessen zu haben.

Dazu kommen für Nachwuchstalente die extremen finanziellen Hürden. Schumacher stellt klar: "Rund 15 Millionen muss man schon rechnen - bis vor die Formel 1. Das ist so ungefähr das Budget, das man braucht heutzutage." Für deutsche Nachwuchstalente komme erschwerend hinzu, dass es hierzulande nur noch wenige Rennstrecken gebe. "Wenn man sich heute vorbereiten will, dann muss man fast nach Italien gehen", weiß Schumacher. "Da findet der Motorsport, der Kartsport statt, da trifft man die Elite aus der ganzen Welt, und da muss man sich behaupten."

Ralf Schumacher: Er und sein Bruder Michael hatten als Nachwuchsrennfahrer "großes Glück"

Gerade für Nachwuchsfahrer im Schulalter sei dies zeitlich kaum zu bewältigen: "Das ist natürlich schon von der Schule her ein Riesen-Problem, weil die Veranstaltungen schon mittwochs anfangen", so der Ex-Rennfahrer. Sein Fazit: "Es ist schon ein finanziell großer Aufwand."

Über seine eigenen Anfänge auf der mittlerweile berühmten Kartbahn in Kerpen-Manheim erklärt Schumacher: "Wir hatten das große Glück, mein Bruder und ich, wir sind ja quasi auf der Rennstrecke groß geworden." Ralf und sein Bruder Michael Schumacher verbrachten jeden Tag nach der Schule auf der von der Familie geführten Kartbahn: "Das war natürlich etwas, was sonst so keiner hatte."

Schöneberger will wissen, welche Eigenschaften Schumacher aus seiner Rennfahrer-Karriere bis heute geblieben sind. Dieser erklärt: "Die Disziplin, die bleibt auf eine gewisse Art und Weise." Schumacher erzählt, dass er bis heute ehrgeizig sei und viel Sport treibe - eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining, zweimal täglich, an sechs Tagen pro Woche. "Weil ich mir eigentlich immer das Ziel gesetzt habe, ich möchte nicht als über 50-Jähriger schon mit einer Plauze dastehen", gesteht er lachend und betont: "Bis jetzt habe ich es geschafft, schauen wir mal."

Quelle: teleschau – der mediendienst