Druckartikel: Sebastian Lege drehte trotz Krebsbehandlung fürs ZDF

Sebastian Lege drehte trotz Krebsbehandlung fürs ZDF


Autor: Teleschau  

, Montag, 12. Oktober 2026

Um sich seinen Traum von der eigenen Sendung zu erfüllen, hat sich Sebastian Lege viel abverlangt. Auch dann, als er sich zwei Strahlentherapien unterziehen musste. Das enthüllte der "Besseresser"-Moderator jetzt in einem Podcast.


Mit seinen Lebensmittel-Dokumentationen sorgt Sebastian Lege seit über zehn Jahren für glänzende Quoten beim ZDF. Was die Zuschauerinnen und Zuschauer nicht ahnen konnten: Der Koch und Produktentwickler ließ es sich einst trotz einer schweren Erkrankung nicht nehmen, neue Folgen seiner "Besseresser"-Reihe zu produzieren. Das enthüllte der 47-Jährige jetzt im Podcast "Dr. Riemer".

Mit seinen Dokus über die "Tricks der Lebensmittelindustrie" sei er in der TV-Landschaft "wie eine Bombe eingeschlagen", gibt Lege zu Protokoll. Um den Traum von der eigenen Sendung leben zu können, habe er sich in der Anfangszeit viel abverlangt: "Während ich noch als Produktentwickler gearbeitet habe, habe ich drei Jahre am Stück meinen Urlaub geopfert für Drehtage", erklärte Lege in dem Podcast. Das habe er auch dann beibehalten, als er sich wegen einer Krebserkrankung behandeln lassen musste.

Sebastian Lege kritisiert das ZDF: "Geht an meine berufliche Reputation"

2003, also gut zehn Jahre vor Beginn seiner TV-Karriere, habe er sich einer Chemotherapie unterziehen müssen. "Während ich dann gedreht habe, habe ich noch zwei Strahlentherapien machen müssen, bei denen mein Lymphdrüsenkrebs bestrahlt wurde." Der Lebensmittelexperte betonte: "Ich habe immer weiter gedreht, egal wann, weil das mein großer Traum war und weil es mir auch super viel Spaß macht. Ich liebe das. Ich liebe Entertainment. Ich liebe es, mir Sachen einfallen zu lassen, Sachen zu erfinden."

Ende des Jahres wird Sebastian Lege dem ZDF trotz ungebrochen erfolgreicher Zusammenarbeit den Rücken kehren und ab kommendem Jahr exklusiv für die RTL-Gruppe tätig sein. Im "Dr. Riemer"-Podcast begründete er den Schritt mit deutlicher Kritik am öffentlich-rechtlichen Sender. Formatvorschläge für eine Weiterentwicklung der "Besseresser"-Idee seien "abgeschmettert" worden. Man habe ihm sinngemäß bedeutet: "Du machst jetzt schön genau das weiter, was wir wollen, und nichts anderes."

Zudem sei vonseiten des ZDF "Druck" ausgeübt worden, "dass ich auf gewisse Dinge noch mehr moderativ draufkloppen sollte, was aber fachlich ein bisschen abdriftete". Da habe er sich gesagt: "Jetzt geht's ein bisschen an meine berufliche Reputation und da muss ich jetzt kurz einmal hier auf die Bremse drücken." Die Entscheidung, den Ende 2026 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, habe ihm "auch sehr weh getan, weil diese Marke 'Besseresser' auch ein Baby von mir ist".

Quelle: teleschau – der mediendienst