Druckartikel: "Man kriegt keinen Cent": Sarah Engels spricht in Podcast über ESC-Auftritt

"Man kriegt keinen Cent": Sarah Engels spricht in Podcast über ESC-Auftritt


Autor: Gianluca Reucher

, Montag, 27. Juli 2026

Sarah Engels hat in der neusten Folge von Marlene Lufens Podcast "M wie Marlene" über ihre Karriere von DSDS bis hin zu ihrem ESC-Beitrag gesprochen. Dabei ging es vor allem um ihr verändertes Mindset, mit dem sie ihren Auftritt in Wien vollumfänglich genießen konnte.


Seit ihrem zweiten Platz bei "Deutschland sucht den Superstar" 2011 steht Sarah Engels voll in der Öffentlichkeit. Damals war sie gerade einmal 18 Jahre alt. Es folgten zahlreiche Auftritte in weiteren TV-Formaten, oftmals an der Seite ihres damaligen Partners und DSDS-Gewinners Pietro Lombardi, mit dem sie von 2013 bis 2019 verheiratet war. Im Podcast "M wie Marlene" von Marlene Lufen hat die Sängerin nun über die Schattenseiten dieser Zeit, aber auch ihren ESC-Auftritt im Mai dieses Jahres gesprochen.

Eine Sache wolle sie bezüglich des "Eurovision Song Contest" richtigstellen: "Manche denken ja auch, ich hätte an dem Ding irgendwie eine halbe Million verdient. Also erst mal kann man sagen: Man kriegt keinen Cent. Also man macht das Ganze aus Leidenschaft und weil man Spaß daran hat."

Letzteres sei vor allem bei den Dreharbeiten zu den zahlreichen "Sarah & Pietro"-Dokusoaps, die ab 2015 bei RTLZWEI ausgestrahlt worden, häufig nicht der Fall gewesen. Wie sie im Podcast erzählt, habe sich Sarah Engels damals oft unwohl gefühlt: "Da habe ich so oft das Gefühl gehabt: Boah, was mache ich hier eigentlich? Diese ganzen Kameras und jetzt begleiten die dich die ganze Zeit in deinem Haus und irgendwie fühlt sich das falsch an, ich will eigentlich, dass alle jetzt hier gehen und ich will einfach nur alleine sein", schildert sie ihre Erinnerungen. Letztlich habe sie das als ihren Job angesehen und sich eingetrichtert: "Du musst da jetzt durch."

"Das war das schönste Gefühl überhaupt"

Damals habe sie große Schwierigkeiten damit gehabt, mit sich selbst zufrieden zu sein, verrät die inzwischen 33-Jährige im Podcast. Oft sei sie in ihrem Leben über ihre Grenzen hinausgegangen - "und ich glaube, das ist nicht immer gesund, weil man muss auf seinen Körper hören und wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht", so Sarah Engels. Über die Jahre habe sie gelernt, häufiger auf sich selbst Rücksicht zu nehmen - und genau dieses veränderte Mindset habe ihr schließlich auch bei ihrem großen ESC-Auftritt vor ein paar Monaten in Wien geholfen.

"Ich habe schon so viel erlebt, so viel Schmerz, so viel Druck, so viel Trauer ... Das ist mir egal, ich habe hier Spaß und ich genieße das. Und das war das schönste Gefühl überhaupt, einfach zu sagen, ich lasse euch einfach reden und mache hier mein Ding" erklärt sie zu der enormen Drucksituation rund um ihren ESC-Beitrag. "Es gibt hier kein Verlieren, es gibt einfach nur Gewinnen", habe sie sich gedacht - und so letztlich den Auftritt, trotz der abermals schwachen Punkteausbeute für Deutschland, genießen können.

Sarah Engels belegte mit ihrem Song "Fire" für Deutschland im Mai beim ESC 2026 in Wien den 23. von 25 möglichen Plätzen. Insgesamt bekam sie zwölf Punkte. Den Sieg holte sich Dara mit dem Lied "Bangaranga" für Bulgarien mit 516 Punkten.

Quelle: teleschau – der mediendienst