Sängerin Sarah Engels über ESC-Teilnahme: "Am Ende spüren die Menschen, ob es ehrlich ist oder nicht"

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Eurovision Song Contest 2026
Sarah Engels, representing Germany, wird ihren Song "Fire" beim ESC-Finale 2026 in Wien vortragen. Die vom Ersten wie immer live übertragene Show soll Bühnenmaßstäbe setzen. Die Favoriten kommen diesmal aus Finnland, Frankreich, Dänemark, Australien und Griechenland.
© ARD/SWR/Claudius Pflug

Sängerin Sarah Engels singt in wenigen Tagen für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Wien. Angesichts der eher schlechten Ergebnisse deutscher Stars der vergangenen Jahre ist das keine leichte Aufgabe. Wieso sie sich trotzdem dem Urteil der Zuschauer stellt, verriet sie im Interview.

In den vergangenen Jahren lief es für Deutschland beim Eurovision Song Contest alles andere als gut: Seit dem Sieg von Lena Meyer-Landrut mit "Satellite" im Jahr 2010 landete man gleich mehrmals auf dem letzten Platz. Entsprechend negativ und pessimistisch äußern sich einige Kritiker schon vor der Veranstaltung. Sängerin Sarah Engels kennt solche Kommentare, denn sie steht seit 15 Jahren im Rampenlicht. 2011 belegte sie in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" den zweiten Platz.

Für die inzwischen 33-Jährige war dennoch sofort klar, dass sie für Deutschland beim ESC auf der Bühne stehen will: "Ich habe nicht zweimal überlegt", lachte sie im Interview mit der Agentur teleschau. "Für mich überwiegt ganz klar die Chance, diese Erfahrung zu machen. Es ist die größte musikalische Bühne der Welt - und ich bin einfach wahnsinnig dankbar, dort stehen zu dürfen", erklärte Engels, die mit dem Song "Fire" antritt.

Gleichzeitig spüre sie "diese besondere Verantwortung, für so viele Menschen auf der Bühne zu stehen", verriet die Sängerin. Dennoch nehme sie sich vor, "ganz bei mir zu bleiben und authentisch zu sein". Darauf komme es beim Auftritt an: "Man kann viel planen, aber am Ende spüren die Menschen, ob es ehrlich ist oder nicht."

Sarah Engels wünscht sich mehr Unterstützung aus Deutschland

Das schlechte Abschneiden kann auch Engels nicht wirklich erklären: "Ich glaube, es gibt nicht den einen Grund. Beim ESC spielen so viele Faktoren eine Rolle - der Song, der Moment, die Verbindung zum Publikum." Letztendlich könne man das Ergebnis "nicht komplett steuern", sondern lediglich die eigene Performance auf der Bühne.

Die Unterstützung aus dem eigenen Land könne jedoch "unglaublich viel bewegen", glaubt die Sängerin. "Ich wünsche mir einfach, dass wir als Land auch hinter unserem Künstler stehen und ein Stück weit stolz darauf sind, wer uns dort repräsentiert", hoffte sie im Interview.

Das Finale des 70. Eurovision Song Contest findet am Samstag, 16. Mai, in Wien statt. Das Erste überträgt ab 21 Uhr mit Thorsten Schorn als Kommentator. Bereits um 20.15 Uhr empfängt Barbara Schöneberger zu der traditionellen Warm-up-Sendung "Eurovision Song Contest 2026 - Der Countdown".

Quelle: teleschau – der mediendienst