Ronja Forcher: So sah die "Bergdoktor"-Tochter in ihrer ersten großen Rolle aus
Autor: Stefan Weber
, Dienstag, 02. Juni 2026
Am 7. Juni feiert sie ihren 30. Geburtstag: Seit 18 Jahren kennen Millionen Zuschauer Ronja Forcher als Lilli Gruber aus dem "Bergdoktor". Doch ihre Karriere begann schon im Vorschulalter.
Als sie jüngst in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" gefragt wurde, wie sie ihren anstehenden Geburtstag verbringen wolle, sagte Ronja Forcher: "Ich bin am liebsten zu Hause. Also: Kommt's alle zu mir!" Viel mehr Ronja Forcher passt kaum in einen Satz. Am 7. Juni wird die beliebte Schauspielerin 30 Jahre alt - und kann bereits auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken. Seit 2008 spielt sie im "Bergdoktor" die Tochter der Titelfigur, als sie bei der ZDF-Erfolgsserie einstieg, war sie gerade einmal elf Jahre alt. Vor der Kamera stand sie da allerdings schon seit Jahren.
Bereits als Fünfjährige sammelte die gebürtige Tirolerin erste Bühnenerfahrungen bei den "Theaterflöhen" des Tiroler Landestheaters. Ihr Filmdebüt folgte 2003 in "Okariki Okaru", einem Bollywood-Film, für den einige Szenen in Österreich gedreht wurden. Es folgten Auftritte in Produktionen wie "Im Tal des Schweigens" (2004), "Die Geierwally" (2005) und "Afrika im Herzen" (2008).
"Ich weiß bis jetzt nicht, was Lampenfieber ist"
Dass sie so früh den Weg zur Schauspielerei fand, war kein Zufall. Ihr Vater Reinhard Forcher arbeitet ebenfalls als Schauspieler. "Ich habe das von klein auf mitbekommen, wenn mein Papa Text gelernt und Premieren gespielt hat", erzählte sie im Interview mit dem "Merkur". Entsprechend selbstverständlich gehörte die Bühne zu ihrem Alltag. "Ich weiß bis jetzt nicht, was Lampenfieber ist."
Den entscheidenden Karriereschritt machte sie jedoch mit dem "Bergdoktor". Aus der Kinderrolle wurde über die Jahre eine feste Größe der Serie. Mittlerweile steht die Produktion vor ihrer 20. Staffel. Dass die Serie einmal so lange laufen würde, hätte sie nach eigenen Worten nie erwartet.
Die besondere Atmosphäre am Set spielt dabei für sie eine wichtige Rolle. "Es fällt uns unfassbar leicht, eine Idylle zu transportieren, wenn wir am schönsten Ort der Welt arbeiten, und das sind die Berge", sagte sie im "Kölner Treff". Und ergänzte mit einem Lächeln: "Das muss ich als Tirolerin natürlich sagen." Auch die Verbindung zum Publikum ist für sie bis heute ein Antrieb. "Wir machen es gerne. Wir lieben unsere Zuschauer und Zuschauerinnen sehr."
Mit 13 starb ihre beste Freundin
So idyllisch das Leben auf dem Bildschirm oft wirkt, so schmerzhafte Erfahrungen musste Forcher privat machen. Besonders der Tod ihrer besten Freundin Sarah, die an einer unheilbaren Krankheit litt, prägte die Schauspielerin nachhaltig. Beide wussten lange, dass der Abschied irgendwann kommen würde. Als er schließlich eintrat, war Forcher 13 Jahre alt. "Obwohl man versucht, sich jahrelang vorzubereiten auf diesen Abschied, erschreckt es einen dann sehr", erinnerte sie sich im "Kölner Treff".
Umso wichtiger wurde ihr die Arbeit. Nur einen Tag nach dem Tod ihrer Freundin stand sie wieder am Set. "Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli gebraucht", erklärte sie rückblickend. Die Rolle habe ihr damals Stabilität gegeben. "Das war ein großes Geschenk, für einen Tag aus meinem Leben auszusteigen."