Diese Promis lebten in Sekten
Autor: Teleschau
, Dienstag, 26. Mai 2026
Körperkult und Diät-Wahn werden in der Unterhaltungsbranche ganz offensichtlich zur Schau getragen. Doch in den Schattenseiten der Traumfabrik tauchen auch immer wieder Personenkult und religiöser Wahn auf ...
Heimliche Rituale gegen das Licht der Öffentlichkeit, streng abgeschottete Gemeinschaften gegen Publicity-Zirkus: Eigentlich scheint das Leben in einer Sekte wie ein krasser Gegensatz zum Leben in Hollywood. Umso erstaunlicher, dass viele Stars aus der Traumfabrik in mehr oder minder verschrobenen Religionsgemeinschaften aufgewachsen sind. Einige konnten sich von dieser Vergangenheit lösen, bei anderen dauert die Mitgliedschaft bis heute an.
Kindheit ohne Strom, Wasser und Süßigkeiten
Für Oliver Pocher war seine Kindheit bei den Zeugen Jehovas kein Zuckerschlecken: "Wenn jemand Süßigkeiten mitgebracht hat, durfte ich nichts nehmen", so der TV-Star über seine Schulzeit. Schlimmer aber war für ihn der Verlust des besten Freundes: Nachdem dessen Familie die Sekte verlassen hatte, durften sich die beiden nicht mehr sehen. Heute hat Pocher sich von den Zeugen Jehovas befreit.
Verschrobene Sekte oder harmlose Hippie-Kommune? Das ist nicht ganz klar bei der "Rainbow Family", in der Winona Ryder aufwuchs. Sieben Familien lebten auf einem weiträumigen Gelände zusammen: ohne Gewalt, ohne Statusunterschiede - und ohne Strom. Vorhanden waren allerdings Drogen. Immerhin, Ryder blieb ein braver Bücherwurm und laut eigener Aussage clean.
Ähnliches erlebte Patricia Arquette als Kind in der Skymont-Subud-Kommune. Die Sekteie wollte nicht nur neue Wege finden, um mit Gott zu kommunizieren, sondern auch eine utopische Gesellschaft errichten. Deren Grundlage war ein Leben ohne Strom und fließendes Wasser.
In der Kindheit von US-Talkmasterin Ellen DeGeneres in der "Kirche Christi, Wissenschaftler" war hingegen etwas anderes Mangelware: "Ich sah nie tiefe Gefühle bei meinen Eltern. Es war alles sehr höflich und sehr oberflächlich. Ich wusste nie, wie irgendwer sich fühlte." Nachdem ihre Mutter sich von ihrem Vater, dem Ersten Leser (entspricht ungefähr einem Priester) der örtlichen Gemeinde, trennte, war es allerdings vorbei mit der Sekte.
Val Kilmer war ebenfalls seit seiner Jugend Mitglied der "Kirche Christi, Wissenschaftler". Der 2025 verstorbene Schauspieler konnte sich nie von der Sekte lösen - selbst als der Glaube seine Gesundheit gefährdete. Da die Sekte nicht an die moderne Medizin glaubt, wollte er auch einen Tumor im Hals nicht wahrhaben. Erst als er aus dem Hals blutete, wurde er ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Trotzdem vertrat er die Meinung, die Liebe seiner Familie und ihre Gebete hätten ihn geheilt.
Von wegen "freie Liebe"
Auch Joaquin Phoenix wurde in eine Sekte hineingeboren. Doch seine Eltern verließen die sogenannten "Children of God" bereits, als Joaquin vier Jahre alt war. Nach dem Ausstieg wagten sie den Neustart in Los Angeles - und brachten damit ihre Söhne River und Joaquin schon mal an den richtigen Ort für ihre späteren Hollywoodkarrieren.