Auch Schauspielerin Rose McGowan wuchs bei den "Children of God" auf. Dort wurde freie Liebe propagiert und die sehr nahe Ankunft Jesu auf der Erde vorbereitet. Doch als aus der "freien Liebe" allmählich "Geschlechtsverkehr mit Kindern" wurde, ergriffen McGowans Eltern mit ihrer Tochter die Flucht.
Auch Glenn Close schaffte die Flucht: Nachdem sie durch ihren Vater mit sieben Jahren der "Moralischen Aufrüstung" beitreten musste, verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend unter einer Führung, "die grundsätzlich diktiert, wie man leben soll, was man sagen soll und wie man sich fühlen soll". Mit 22 Jahren schaffte sie es, sich von der Sekte zu lösen.
Hollywood-Stars und Scientology
Schauspielerin Leah Remini ("King of Queens") wuchs in New York auf - bis sich ihre Mutter Scientology anschloss, als Remini zehn Jahre alt war. Plötzlich musste sie in einer Wohnanlage in Florida leben und Tag und Nacht arbeiten. "Es war nicht möglich, Nein zu sagen", erzählte sie später über ihre Jugend. Erst als Erwachsene konnte Remini sich von der Sekte lösen, seitdem spricht sie sich offen gegen Scientology aus.
Juliette Lewis steht hingegen bis heute zu Scientology, die Schauspielerin ("Natural Born Killers") wurde in die Sekte hineingeboren: Schon ihr Vater Geoffrey Lewis war Mitglied. Lewis rechnet es Scientology an, dass sie nach früheren Experimenten mit Marihuana und Kokain heute clean ist: "Scientology gibt mir Wurzeln und Halt - es war ein unglaublicher Einfluss in meinem Leben."
Auch Giovanni Ribisi ist fest in der Sekte verwurzelt: "Scientology hat mir Selbstsicherheit gegeben. Ich habe die Fähigkeit, mit jedem in jeder Situation zu kommunizieren", erklärte er. Dass das nicht die ganze Wahrheit sein könnte, ist erst bekannt, seit seine Tochter Lucia Scientology verlassen hat: Sie erzählte, dass ihr Vater immer wieder Zweifel an der Organisation hegte.
Zuvor schon als Peggy Olson in "Mad Men" erfolgreich, hat Elisabeth Moss mit "The Handmaid's Tale" ihre Paraderolle gefunden: Als Hauptfigur Offred führt sie die Zuschauer durch ein totalitäres System, das Frauen unterdrückt. Bemerkenswert: Auch im wahren Leben lebt Moss in einem wenig weltoffenen System - sie ist Scientologin. Schon als Kind wurde sie durch ihre Eltern damit in Berührung gebracht.
Absurde Diäten und mehr
Zugegeben: Michelle Pfeiffer ist nicht in einer Sekte aufgewachsen. Trotzdem ist die Geschichte der Schauspielerin zu schräg, um sie hier nicht zu erzählen. Vor ihrer Hollywoodkarriere geriet sie an ein Paar, das sie in den "Breatharianism" einführte. Danach braucht der Körper kein Essen, sondern kann sich alleine durch Sonnenlicht ernähren. Auch Pfeiffer wurde dazu gedrängt, einer strengen Diät zu folgen. Erst, als sie ihrem ersten Mann dabei half, sich auf die Rolle eines Sektenanhängers vorzubereiten, wurde ihr klar, dass sie sich längst selbst in einer Sekte befand - und beendete die absurde Diät.
Michelle Hunzikers geriet erst im Erwachsenealter in die Abhängigkeit einer Sekte: In ihrer Autobiografie "Ein scheinbar perfektes Leben" gestand sie, dass sie mit Anfang 20 in die Sekte "Krieger des Lichts" gelockt worden sei. Die Sektenführerin habe ihr das Rauchen abgewöhnt, danach habe sie ihr jedes Wort geglaubt und ihre strengen Regeln befolgt. Erst durch die Liebe zu ihrer Tochter Aurora schaffte Hunziker nach fünf Jahren den Ausstieg aus der Sekte.
Quelle: teleschau – der mediendienst