Paula Lambert spricht über Kontaktabbruch mit ihrer Mutter: "Ich konnte sie nicht mehr umarmen"
Autor: Teleschau
, Montag, 31. August 2026
Paula Lambert hat die ersten Jahre ihres Lebens in einer Pflegefamilie verbracht. Den Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter brach sie vor 18 Jahren ab. Wieso sie diese Entscheidung getroffen hat und was ihre eigenen Kinder damit zu tun haben, hat sie nun im Podcast "Gestatten, von Sinnen" erklärt.
Paula Lambert hat im Podcast "Gestatten, von Sinnen" von Hella von Sinnen über ihre Kindheit als Tochter einer suchterkrankten Mutter gesprochen. Dabei verriet die 52-Jährige auch, wieso sie sich vor 18 Jahren dazu entschloss, den Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter endgültig abzubrechen.
In der Vergangenheit hat die Autorin und Coachin immer wieder offen über ihre schwierigen Familienverhältnisse gesprochen. Lambert wuchs die ersten Jahre ihres Lebens bei einer Pflegefamilie auf, da ihre leibliche Mutter drogenabängig war. Ob ihre Mutter auch während der Schwangerschaft Drogen konsumiert habe, wisse sie nicht genau. Lambert vermutet jedoch, "weil der richtige Absturz wohl direkt nach meiner Geburt begann, dass es so ein gelegentliches 'sich mal einen Schuss setzen' war - während der Schwangerschaft".
Lambert wuchs zunächst ohne ihre leibliche Mutter auf, bis diese eines Tages vor der Tür ihrer Pflegefamilie stand. Die Autorin erinnert sich: "Sie hat mich quasi ausgeliehen übers Wochenende und mich dann nach Bonn entführt." Sie habe ihre Pflegefamilie danach zwei Jahre nicht mehr gesehen. "Das war kein Abschied, gar nichts", so Lambert.
Paula Lambert brach vor 18 Jahren den Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter ab
Hella von Sinnen möchte von der Beziehungsexpertin wissen, wie das Verhältnis zu ihrer Mutter heute aussieht. Lambert, die selbst Mutter von zwei Söhnen ist, erklärt dazu: "Sie lebt noch, wir haben aber keinen Kontakt." Den Kontakt habe sie vor 18 Jahren abgebrochen, berichtet Paula Lambert.
Hintergrund sei damals die Geburt von Lamberts erstem Kind im Jahre 2004 gewesen. "Als ich selber Kinder bekommen habe, ist da wie so eine Schockwelle über mich gekommen, als ich plötzlich gemerkt habe, wie leicht es ist, jemanden zu lieben, der so hilflos ist", erklärt Lambert. Sie habe alles tun wollen, um ihre Kinder zu schützen und ihnen "das Bestmögliche zuteilwerden zu lassen". Diese Erkenntnis und der Vergleich zu ihrer eigenen Kindheit habe bei ihr "körperliche Reaktionen" ausgelöst: "Ich konnte sie dann auch nicht mehr umarmen und fand das alles ekelhaft", betont Lambert.
In ihrer Kindheit habe sie "die Schrulligkeit unseres Lebens", wie die 52-Jährige es nennt, nicht hinterfragt. Die Familie sei ständig umgezogen, hatte zeitweise plötzlich keinen Strom oder Wasser mehr. Lambert: "Als Kind nimmst du es ja hin, weil du denkst, so ist es eben." Über ihre leibliche Mutter verliert sie dennoch auch gute Worte. Der TV-Star findet: "Sie ist eine sehr kluge Frau und sehr lustig. Nur als Mutter nicht."
Quelle: teleschau – der mediendienst