Oliver Welke wird 60: So sah der "heute-show"-Moderator früher aus
Autor: Teleschau
, Freitag, 17. April 2026
Vom "Wurstgesicht" auf Konservendosen zur prägenden Figur der "heute-show": Oliver Welke fand früh den Weg in die Medien - seine Anfänge lagen jedoch nicht im Fernsehen.
Am 19. April feiert er seinen 60. Geburtstag: Seit 2009 ist Oliver Welke als Moderator der "heute-show" im ZDF einer der populärsten Gesichter im deutschen Fernsehen, während er sich zuvor vor allem als Fußball-Experte einen Namen gemacht hatte. Für ihn kein Widerspruch: "Solange ich nicht versuche, in einer Sportsendung unnötig witzig zu sein oder daraus eine Comedy-Sendung machen will, finde ich es in Ordnung", sagte Welke in einem Gespräch mit "Planet Interview". Welkes Weg ins Fernsehen begann jedoch deutlich früher - und ungewöhnlicher, als es seine heutige Rolle vermuten lässt.
Welke, 1966 in Bielefeld geboren, studierte von 1987 bis 1993 in Münster Publizistik, Politik und Germanistik. Während dieser Zeit lernte er Oliver Kalkofe kennen. Beide arbeiteten später beim Radiosender radio ffn als Autoren und Sprecher für die Sendung "Frühstyxradio", die zwischen 1988 und 1996 lief. Dort entstand auch das Duo "Kalk & Welk", das sie viele Jahre später für den Podcast "Kalk & Welk. Die fabelhaften Boomer Boys" wieder aufgriffen.
Doppelte Auszeichnung als Sport- und Unterhaltungsmoderator
Der Einstieg in die Medien erfolgte für Welke zunächst über ein Volontariat beim Radio. Parallel sammelte er Erfahrungen im Printjournalismus. 1996 folgte der Wechsel ins Fernsehen: Bei "ran" auf SAT.1 arbeitete er als Sprecher und Feldreporter und entwickelte sich zum Fußball-Experten. In den folgenden Jahren war er für verschiedene Sender bei großen Turnieren im Einsatz und übernahm die Moderation von Fußballübertragungen.
Parallel zur Sportberichterstattung baute Welke seine Präsenz im Unterhaltungsbereich aus. 2002 kam er zur Sendung "7 Tage - 7 Köpfe", 2009 folgte die "heute-show", in der - ähnlich zum US-Vorbild "The Daily Show" mit Jon Stewart - politische und gesellschaftliche Themen pointiert und bissig kommentiert werden.
Für seine Arbeit wurde Welke mehrfach ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis gleich doppelt - zum einen für die Vor- und Nachberichterstattung der deutschen Spiele während der Fußball-Weltmeisterschaft in Spanien, zum anderen als Teil des Teams der "heute-show".
Auch außerhalb klassischer TV-Formate ist Welke tätig. Gemeinsam mit Kalkofe und Bastian Pastewka schrieb er die Drehbücher zu "Der Wixxer" und "Neues vom Wixxer". Mit Pastewka verbindet ihn zudem eine weitere Zusammenarbeit: In der ZDF-Reihe "Welke & Pastewka - Wiedersehen macht Freude!" beschäftigen sich beide mit Fernsehmomenten aus der Vergangenheit.
"Die Claudia Schiffer der ferkelverarbeitenden Industrie"
"Berühmt" war Welke indes schon lange vor seiner Zeit in Radio und Fernsehen - und anders als gedacht, nämlich als Model. Im zarten Alter von vier Jahren wurde sein Gesicht auf Wurstkonserven gedruckt. Hintergrund war die Tätigkeit seines Vaters, der eine Werbeagentur leitete. Kalkofe kommentierte diesen ungewöhnlichen Einstieg später mit den Worten: "Er ist für mich die Claudia Schiffer der ferkelverarbeitenden Industrie."