Scarlett, Dakota und Co.: Das sind die Nackt-Regeln der Stars
Autor: Teleschau
, Freitag, 16. Januar 2026
In manchen Verträgen ist festgeschrieben, wie viel Haut man dem Arbeitgeber zeigen muss. Klingt ungewöhnlich, ist für Hollywood-Schauspieler aber Normalität. So stehen die Stars zu Nacktheit im Film.
Egal ob Jugendsünde oder ob die Gage doch einfach zu gut war, viele Stars haben sich schon mal vor der Kamera ausgezogen. Trotzdem haben sie ihre Prinzipien - und ihre Verträge. In denen ist genau festgelegt, wie viel, wie lange und aus welchem Winkel man sie hüllenlos bestaunen darf. Wir zeigen, welche Nacktregeln Stars wie Anne Hathaway, Sarah Jessica Parker, Amber Heard oder Scarlett Johansson haben.
So funktionieren Nacktklauseln
Wie mit Nacktklauseln in der Praxis umgegangen wird, erklärte Anne Hathaway in einem Radiointerview: "Der Regisseur gibt dir eine Szenenliste, und du gehst sie durch und gibst dein Okay". Wenn Schauspieler der Meinung sind, dass eine bestimmte Szene ihnen sehr viel abverlange - wie etwa eine Nacktszene -, sei es üblich, eine Gagenerhöhung zu verlangen. Als sie und Jake Gyllenhaal 2010 für "Love and other Drugs - Nebenwirkung inklusive" die Hüllen fallen ließen, behielt sich Anne Hathaway das letzte Wort vor: Ihre Nacktszene wurde auf ihren Wunsch um etwa fünf Sekunden gekürzt, in denen "die Kamera etwas zu lang verweilte".
Auch bei "Fifty Shades of Grey" war vorab festgelegt worden, wie viel nackte Haut von Dakota Johnson und Jamie Dornan zu sehen sein würde: "Sie hatten beide Verträge, was gezeigt werden darf und was nicht", verriet Sam Taylor-Johnson, die Regisseurin des ersten Teils der Reihe, der britischen Zeitung "Mirror". Die Szene, in der Dakota Johnsons Figur Ana mit einem Gürtel der nackte Hintern versohlt wird, wurde etwa mit einem Po-Double gedreht. Ausschweifende Sexszenen waren für die SM-Romanze von vornherein nicht vorgesehen: "Jamie ist verheiratet, Dakota in einer Beziehung, und wir wollten eine FSK-16-Freigabe für den Film".
Keine Nacktszenen, bitte!
Amber Heard lieferte sich einst einen Rechtsstreit: Weil dem Produzenten Christopher Hanley die Sexszenen in "London Fields" nicht heiß genug waren, beraumte er heimlich einen Nachdreh mit einem Body Double an - und schnitt sehr, sehr explizite Szenen in den Film hinein. Die Schauspielerin reichte eine Neun-Millionen-Euro-Klage ein: "Das neue Material mit dem Body Double hinterlässt beim Zuschauer den Eindruck, es sei Heard", heißt es in der Klageschrift. Für Heard ein klarer Verstoß gegen die Nacktklausel in ihrem Vertrag. Im September 2018 einigten sich die Parteien auf einen Vergleich.
Dass es auch sexy sein kann, wenn die Klamotten anbleiben, demonstrierte Jessica Alba eindrucksvoll in "Sin City": "Ich drehe einfach nicht nackt, selbst wenn mich das zu einer schlechten Schauspielerin machen sollte", rechtfertigte sich der Männerschwarm, und hat dafür ganz bestimmte Gründe. "Ich will nicht, dass meine Großeltern mich oben ohne sehen. Das wäre kein gutes Gesprächsthema zu Weihnachten", erklärte die dreifache Mutter in "Glamour". Zumal sie die Meinung vertritt, dass keiner ihrer Filme durch ihre Nacktheit an künstlerischen Wert hätte gewinnen können.
Auch Sarah Jessica Parker pocht seit jeher auf ihre No-Nudity-Klausel - selbst, als sie einst die männerverschlingende Carrie spielte. "Es gibt Schauspieler, die in ihrer Garderobe nur weiße Kerzen haben wollen. Und ich will mich nicht ausziehen", fasste sie im "Hollywood Reporter" zusammen. Tatsächlich sei das im Laufe ihrer langen Karriere bisher nur einmal ein Problem gewesen. Bei welchem Film will die Darstellerin nicht verraten. Ihre Klamotten behielt sie jedenfalls an.
Mit der Romanze "Pretty Woman" (1990), in der sie eine Prostituierte spielt, wurde Julia Roberts zum Superstar. Schon damals, zu Beginn ihrer Karriere, ließ sie sich in Szenen, in denen viel Haut gezeigt wurde, von einem Bodydouble vertreten. "Das ist einfach nicht mein Ding", sagte Julia Roberts einmal "E! News" zum Thema hüllenloser Auftritt. Eine Meinung, die auch ihre Nichte zu vertreten scheint. Zumindest erklärte Serienstar Emma Roberts ("American Horror Story") im "W Magazine", dass sie sich nicht vorstellen könne, jemals splitterfasernackt vor der Kamera aufzutreten.