Druckartikel: Mord an Tupac: Angeklagter zu 40 Jahren Haft verurteilt

Mord an Tupac: Angeklagter zu 40 Jahren Haft verurteilt


Autor: Teleschau  

, Mittwoch, 14. Oktober 2026

Im September wurde Duane Davis wegen Mordes schuldig gesprochen. Nun steht fest: Der Mann, der für den Tod des Rappers Tupac Shakur verantwortlich sein soll, muss 40 Jahre ins Gefängnis.


Die Ermordung von Tupac Shakur galt lange Zeit als einer der bekanntesten ungelösten Kriminalfälle der Welt. Jetzt, 30 Jahre nach dem Tod des legendären US-Rappers, kam es zur Strafmaßverkündung in Las Vegas. Der mutmaßliche Drahtzieher der Tat, Duane Davis, wurde zu 40 Jahren Haft verurteilt. Sechs Wochen zuvor hatten ihn zwölf Geschworene schuldig gesprochen. Der ehemalige Gang-Anführer kündigte an, in Berufung gehen zu wollen.

Laut der Anklage soll der inzwischen 63-Jährige nicht selbst der Mörder sein, sondern den Mord an Tupac Shakur angeordnet haben. In Nevada können Angeklagte auch wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie anderen bei der Tat geholfen haben.

Tupac starb vor 30 Jahren

Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 aus einem fahrenden Auto heraus von Schüssen getroffen und erlag sechs Tage später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Er wurde nur 25 Jahre alt. Der Musiker war in der Nacht der Tat mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs gewesen und sah sich einen Boxkampf von Mike Tyson in Las Vegas an. Danach kam es in einem Hotel zu einer Schlägerei, wobei der Neffe des Angeklagten von Tupac und dessen Gefolgsleuten verprügelt wurde. Der Neffe und Duane Davis selbst gehörten einer südkalifornischen Bande an, die mit der Gang, der Suge Knight nahestand, verfeindet war. Laut der Anklage soll es sich bei dem Mord an Tupac um Vergeltung gehandelt haben.

Duane Davis sagte in der Vergangenheit mehrfach, dass er in jenem Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Tupac Shakur abgefeuert wurden. Später stritt er in TV-Interviews jedoch ab, in der Nacht überhaupt in Las Vegas gewesen zu sein. 2023 wurde er in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe angeklagt. Er plädierte auf nicht schuldig. Der Prozess, der im August begann, stütze sich vor allem auf die Aussagen des Angeklagten selbst. Die Verteidigung stellte ihren Mandanten wiederum als Lügner und Angeber dar.

Quelle: teleschau – der mediendienst