Druckartikel: Maschmeyer kritisiert Arbeitgeber für Büropflicht bei Hitze: "Behandelt Mitarbeiter wie Erwachsene"

Maschmeyer kritisiert Arbeitgeber für Büropflicht bei Hitze: "Behandelt Mitarbeiter wie Erwachsene"


Autor: Franziska Wenzlick

, Mittwoch, 24. Juni 2026

Trotz Hitze ins Büro? Davon hält Carsten Maschmeyer nichts. Auf Instagram plädierte der Unternehmer dafür, Angestellte bei hohen Temperaturen selbst ihren Arbeitsort bestimmen zu lassen. Auch er selbst verlege seinen Schreibtisch im Sommer gerne ins Freie.


"Warum genau müssen Mitarbeiter bei dieser Hitze zwingend ins Büro?", fragt sich Carsten Maschmeyer. In einem Instagram-Beitrag teilte der Unternehmer am Mittwoch sein Entsetzen darüber, dass so mancher Arbeitgeber trotz hoher Temperaturen auf eine Büropflicht bestehe.

"Der eine sitzt 40 Minuten in der stickigen S-Bahn. Die andere steht im überfüllten Bus. Wieder andere verbringen über eine Stunde im Auto. Damit sie anschließend in einem stickigen Büro sitzen und versuchen, Höchstleistung zu bringen", skizziert Maschmeyer und mahnt: "Wer schon einmal bei 35 Grad gearbeitet hat, weiß doch, wie die Realität aussieht." So würden "Konzentration, Energie und Produktivität sinken". Dies sei "schlicht Biologie".

Der "Höhle der Löwen"-Investor kritisiert: "Trotzdem halten manche Unternehmen an starren Regeln fest, als würde Anwesenheit plötzlich die Temperatur senken." Dabei, gibt Maschmeyer zu bedenken, "wäre die Lösung so einfach: Behandelt Mitarbeiter wie Erwachsene."

"Die Ergebnisse werden dadurch nicht schlechter"

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten dem 67-Jährigen zufolge "selbst entscheiden können, ob sie ins Büro kommen oder von zu Hause arbeiten". Ihm sei bewusst, das dies nicht in allen Berufen möglich sei. In diesem Fall sei es Aufgabe des Unternehmens, den Angestellten bei Hitze "mehr Flexibilität" zu gewähren: "Früher anfangen, mittags länger Pause machen, abends weiterarbeiten, wenn es wieder erträglich ist." Noch besser sei es, "wenn man sich zwischendurch igendwo abkühlen kann und danach wieder einen klaren Kopf" habe.

Maschmeyer selbst "arbeite im Sommer auch mal aus dem Garten", offenbart er. Dazu teilte der TV-Star zwei Schnappschüsse aus seinem Privatleben: einmal bei der Büroarbeit im Freien, dann beim Baden im Pool. Seine Bilanz: "Die Ergebnisse werden dadurch nicht schlechter." Maschmeyer resümiert: "Die Wahrheit ist: Niemand gewinnt etwas, wenn Menschen bei 35 Grad acht Stunden lang ihre Zeit absitzen."

Quelle: teleschau – der mediendienst