Judith Rakers übt vor ESC-Finale deutliche Kritik: "Finde das fürchterlich!"
Autor: Teleschau
, Freitag, 15. Mai 2026
Am Samstagabend findet das große Finale des "Eurovision Song Contests" in Wien statt. Im Podcast "Baborie & Rakers - Was war los gewesen?" sprach Judith Rakers mit Ariana Baborie über den Musikwettbewerb - und übte harsche Kritik an den deutschen Fans.
Was machen Stars eigentlich, wenn sie vor einem wichtigen Auftritt krank werden? Mit dieser Frage haben sich Ariana Baborie (38) und Judith Rakers (50) in der neuen Episode ihres Podcasts "Baborie & Rakers - Was war los gewesen?" beschäftigt.
Denn Judith Rakers kämpfte während der Aufzeichnung mit einer beginnenden Erkältung. "Eigentlich könnte ich es mir jetzt sogar leisten, wenn ich ehrlich bin, mal einfach krank zu sein, weil ich keine Produktion habe", erklärt sie und merkt dann an: "Aber stell dir mal vor, Sarah Engels, die für uns beim ESC antritt am Samstag, würde jetzt das fühlen, was ich fühle!"
Ariana Baborie ist überzeugt, dass Stars für solche Fälle einen Arzt auf Abruf haben, der sie dann "gesund spritzen" könne. Sie erinnert sich dabei an ein Konzert des US-Musikers Usher vor vielen Jahren zurück, bei dem der Sänger sichtlich angeschlagen auf der Bühne erschienen sei. Das Konzert sei daraufhin abgebrochen und wenige Tage später nachgeholt worden, "mit der Aussage, er habe sich jetzt spritzen lassen", berichtet Baborie. Judith Rakers bleibt skeptisch: "Ich glaube nicht, dass das bei Sarah Engels so ist, dass die einfach irgendwelche Ärzte auf Schnellwahltaste hat."
"In anderen Ländern wird dieser Song Contest unfassbar ernst genommen"
Die Ex-"Tagesschau"-Sprecherin merkt an: "Ich habe den ESC ja schon mal moderiert!" Im Jahr 2011 führte Rakers gemeinsam mit Anke Engelke und Stefan Raab in Düsseldorf durch das Finale des Wettbewerbs. Kurzfristig krank zu werden, sei damals zwar keine ihrer Sorgen gewesen, sie verrät jedoch: "Ich hatte keinen Arzt auf der Schnellwahltaste und ich höre jetzt zum ersten Mal von dir, dass man sich gesund spritzen kann."
Das Event sei auch für sie als Moderatorin eine "Once in a lifetime"-Erfahrung gewesen, doch Rakers merkt gleichzeitig an: "Manchmal ist es gar nicht so big, wie es von außen erscheint." Bemerkenswert findet Rakers dagegen die größere Bedeutung des ESC in anderen teilnehmenden Nationen: "Ich sage dir, in anderen Ländern, die auch am ESC teilnehmen, wird dieser Song Contest so unfassbar ernst genommen und da gibt es auch ganz viel Support für den nationalen Act."
Judith Rakers appelliert in Podcast an deutsche ESC-Fans
Ein Fakt, den sie in Deutschland vermisse. So würden andere teilnehmende Länder den Grand Prix als "richtig ernstzunehmenden Sangeswettbewerb" zelebrieren. "Es hat einen anderen Stellenwert, will ich damit sagen und in dieser Maschinerie ist sie jetzt drin, mit all dem Gepäck, das sie aus Deutschland mitbekommen hat", betont Rakers, die kritisiert, dass man hierzulande "vielleicht nicht unbedingt immer so positiv mit unseren Künstlerinnen und Künstlern" umgehe.
Die 50-Jährige startet daher einen Aufruf: "Ich würde wirklich gerne noch mal an alle appellieren, Sarah da zu supporten." Der diesjährige ESC-Song treffe zwar auch nicht den Musikgeschmack der Moderatorin, doch sie beteuert: "Trotzdem wird sie meinen Support haben." Rakers gibt zu Bedenken: "Sie kommt aus einer anderen Welt und macht diesen riesigen Katapult-Sprung und ich finde, da sollte man einfach mindestens Respekt haben, aber im besten Fall sogar aus jeder Faser des Körpers supporten."