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"Ich weiß, es klingt ein bisschen seltsam": Nicole Kidman will als Sterbebegleiterin arbeiten


Autor: Wilhelm Flemmer

, Dienstag, 14. April 2026

Der Tod ihrer Mutter vor zwei Jahren hat Nicole Kidman schwer getroffen. Nun erklärte die Hollywood-Schauspielerin, dass sie künftig als Sterbebegleiterin arbeiten wolle.


Als Schauspielerin hat Nicole Kidman alles erreicht, und nun strebt der Hollywood-Star offenbar einen Berufswechsel an. Bei einer Veranstaltung an der Universität von San Francisco erklärte die 58-Jährige laut "San Francisco Chronicle", künftig als Sterbebegleiterin arbeiten zu wollen.

Auslöser für ihren Wunsch sei der Tod ihrer Mutter gewesen, sagte Kidman demnach. Janelle Ann Kidman starb im September 2024 überraschend im Alter von 84. Von dem Todesfall hatte Kidman kurz nach ihrer Ankunft bei den Filmfestspielen von Venedig erfahren, wo ihr Film "Babygirl" vorgestellt wurde. Kidman verließ das Festival sofort.

Sie sei sich bewusst, dass ihr Vorhaben "ein bisschen seltsam" klinge, sagte Kidman nun in San Francisco über ihren ungewöhnlichen Wunsch. Dann führte sie ihre Motivation näher aus: "Als meine Mutter im Sterben lag, war sie einsam, und die Familie konnte nur begrenzt für sie da sein", so die Schauspielerin.

Nicole Kidman verlor Vater und Mutter innerhalb von zehn Jahren

Weiter sagte sie: "Meine Schwester und ich haben so viele Kinder, unsere Karrieren und unsere Arbeit, und wir wollten uns um sie kümmern, weil mein Vater nicht mehr unter uns war, und da dachte ich: 'Ich wünschte, es gäbe Menschen auf der Welt, die unvoreingenommen da wären und einfach Trost und Fürsorge spenden.'"

Nicole Kidman hatte ihren Vater Antony Kidman bereits 2014 verloren. Der 75-Jährige war in Singapur schwer gestürzt und starb an den Folgen des Unfalls.

Nach dem Verlust ihrer Mutter vor zwei Jahren zeigte sich Kidman sehr betroffen. In Venedig wurde sie für "Babygirl" als beste Darstellerin ausgezeichnet, den Preis widmete sie ihrer Mutter. "Ich stehe unter Schock und muss zu meiner Familie", erklärte sie damals. Ihre Mutter habe sie "geformt", "angeleitet" und "stark gemacht".

Quelle: teleschau – der mediendienst