"Hör mal, wer da hämmert"-Star: Was macht eigentlich "Tool Time"-Girl Debbe Dunning?
Autor: Wilhelm Flemmer
, Donnerstag, 09. Juli 2026
Mit der Mini-Rolle des "Tool Time"-Girls in der Kultsitcom "Hör mal, wer da hämmert" hatte Debbe Dunning ihren Durchbruch. Nach dem Aus der Serie wurde es still um die US-Schauspielerin. Nun feiert sie ihren 60. Geburtstag.
Sie war der Hingucker der Serie, was auch damit zusammenhing, dass sie von den Machern entsprechend in Szene gesetzt wurde. Debbe Dunning sah sexy aus in der Kultsitcom "Hör mal, wer da hämmert", auch weil sie als "Tool Time"-Girl Heidi Keppert immer knapp und sparsam gekleidet war. War das sexistisch? Es war vor allem lustig, weil hier gekonnt und durchaus differenziert Phänomene aufs Korn genommen wurden - Fernsehsendungen US-amerikanischen Zuschnitts etwa oder die Hauptfigur der Serie, Tim Taylor (Tim Allen), der selbsternannte Handwerkerkönig, der es beileibe nicht war.
Debbe Dunning, die nun ihren 60. Geburtstag feiert, war das zweite Tool-Girl in "Tool Time", Tims Handwerkssendung. Zuvor hatte Pamela Anderson sexy, blond und kurvenreich in die Kameras gestrahlt, die Kameras von "Tool Time", wohlgemerkt. Nach zwei Jahren als Lisa verließ die spätere "Baywatch"-Darstellerin, um eben jene Hauptrolle in der Rettungsschwimmer-Soap zu übernehmen. Zum Schaden von "Tool Time" war der Abgang nicht, in der damals 26-jährigen Dunning fand man optisch adäquaten Ersatz. Und auch nicht zum Schaden von "Hör mal, wer da hämmert". Anders als Lisa gestanden die Macher Heidi deutlich mehr Charakterentfaltung zu.
Der "Job", auf den Debbe Dunning am meisten stolz ist
Dunning profitierte von der stärkeren Profilierung des Tool-Girls hingegen nicht. Die Karriere der am 11. Juli 1966 in Burbank, Kalifornien geborenen Schauspielerin kam nie in Fahrt. Ihre Zeit bei "Hör mal, wer da hämmert" dauerte von 1993 bis 1999 - dem Jahr, als die Serie eingestellt wurde. Danach flachte ihr zuvor doch recht steiler Aufstieg merklich ab. Dunning mutierte zur Gastdarstellerin ("Sabrina - Total verhext"), allmählich aber blieben die Angebote aus, 2006 sicherte sie sich eine größere Rolle in der Seifenoper "Wicked Wicked Games", bevor sie für viele Jahre vom Radar verschwand.
Turbulenter wird es seit dem Aus von "Hör mal, wer da hämmert" im Privatleben Dunnings zugegangen sein. Sie lernte den Profi-Volleyballer und Olympiasieger Steve Timmons erst kennen, dann lieben, bevor sie sich 1996 verlobten, ein Jahr später heirateten und sich 2018 scheiden ließen. Zuvor setzten sie drei Kinder auf die Welt, eine Tochter, geboren 1996, und zwei Söhne, Jahrgänge 2000 und 2008. Dunning soll nach "Hör mal, wer da hämmert" weitestgehend arbeitslos gewesen sein? Die Arbeit hatte sich verlagert. Ihre Kinder, schrieb sie einmal auf Instagram, seien der "Job", auf den sie am meisten stolz sei.
Comeback nach jahrelanger Abwesenheit
Mit Stolz lassen sich keine Brötchen verdienen. Zu eben diesem Zweck wechselte Dunning die Brache, indem sie laut "The Mirror" im Vertrieb eines Bauunternehmens anheuerte. Seit 2017 sah man sie dann aber doch wieder regelmäßig vor der Kamera. In der Dokureihe "Debbe Dunning's Dude Ranch Roundup" bereiste sie landwirtschaftliche Betriebe in Nordamerika, sogenannte Dude Ranches, die Interessenten einen Western-Urlaub anbieten - Wildwest-Erlebnis und das Gefühl, ein Cowboy zu sein, inbegriffen. Das Format schaffte es auf drei Staffeln, es war folglich auf Interesse gestoßen - und Dunning wird einen nennenswerten Anteil daran gehabt haben, ihren Namen jedenfalls wird man nicht umsonst vor den Titel gespannt haben.
Man erinnert sich also noch an das "Tool Time"-Girl. Das zeigt "Dude Ranch" und das zeigt die Serie "Shifting Gears", in der Dunning 2025 in einer Gastrolle zu sehen war. Die Sitcom kreist um die Hochs und Tiefs in der Beziehung eines dickköpfigen Witwers und seiner entfremdeten Tochter. Der Mann betreibt eine Oldtimer-Werkstatt, wo er selbst Hand anlegt. Er ist also Handwerker, und gespielt wird dieser Handwerker von Tim Allen, dem einstigen Darsteller des selbsternannten Handwerkerkönigs in "Hör mal, wer da hämmert". Hände hoch, wer nicht glaubt, Dunning habe die Mini-Rolle nicht allein wegen ihrer Eignung, sondern auch um der alten Zeiten willen bekommen.