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"Herr der Ringe"-Star, "Star Trek"-Ikone, "Star Wars"-Kämpfer und "Marvel"-Schurke: Ist er der größte Star der Welt?


Autor: Stefan Weber

, Dienstag, 05. Mai 2026

Ein Gesicht, das man kennt - auch wenn man es oft nicht erkennt: Karl Urban ist in den größten Filmreihen der Welt präsent - und sollte längst ein größerer Star sein, als er es bislang ist.


Er war Reiterkrieger in "Der Herr der Ringe", Raumschiff-Arzt in "Star Trek", Schurke im Marvel-Kosmos und wurde sogar Teil von "Star Wars". Und doch fällt Karl Urban selten als klassischer Star auf. Mit "Mortal Kombat II" schließt er sich nun dem nächsten großen Franchise an - und das als einer der Hauptdarsteller. Und plötzlich stellt sich eine Frage, die vielleicht längst überfällig ist: Ist Karl Urban vielleicht der größte Star des globalen Popkinos?

Er ist auf jeden Fall ein Star mit deutschen Wurzeln: Der als Karl-Heinz Urban in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geborene Schauspieler ist der Sohn eines deutschen Emigranten in Neuseeland. Er wächst zweisprachig auf, erhält Deutschunterricht und steht schon als Schüler auf der Bühne. Der Einstieg ins Geschäft folgt klassisch über das Fernsehen. Nach dem College spielt Urban in neuseeländischen Serien, bevor er in internationalen Produktionen wie "Xena - Die Kriegerprinzessin" und "Hercules" auftaucht. Der Durchbruch folgt 2002 mit der Rolle des Éomer in "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme".

Von "Star Trek" bis "Star Wars: Urban ist ein Spezialist für Franchises

Urban wird zu einer Art Spezialist für großes Franchises: Als Schiffsarzt Dr. Leonard "Pille" McCoy ist er in der Neuauflage von "Star Trek" dabei, parallel bewegt er sich souverän durch Action- und Genrefilme - von "Dredd" bis "Riddick". Und dann ist da noch das, was man leicht übersieht.

Denn Urban hat tatsächlich auch im größten Franchise der Gegenwart mitgespielt - wenn auch gut versteckt. In "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" steckte er in einer Stormtrooper-Rüstung. "Es war eines meiner Lebensziele, ein Stormtrooper zu sein, also kann ich das jetzt abhaken", sagte er "Digital Spy" über den spontanen Cameo, der bei einem Set-Besuch bei Regisseur J. J. Abrams entstand. Seine Stimme ist sogar im Film zu hören: "Knights of Ren", ruft er in einer Szene mit Kylo Ren.

Dass er nicht immer den großen Helden spielen muss und will, zeigt auch sein Auftritt im Marvel-Universum. In "Thor: Tag der Entscheidung" spielt er die Figur Skurge - einen Mitläufer mit Gewissenskonflikt. "Ich erkannte sofort, dass diese Figur und ihre Entwicklung etwas emotional Fesselndes an sich hatten", sagte Urban im Interview mit "Den of Geek".

Warnung von seinen Söhnen: "Vermassel das bloß nicht"

Trotz aller Blockbuster-Auftritte landete er seinen wahrscheinlich größten Erfolg in einer Serie - in der Hauptrolle des Billy Butcher in "The Boys", deren fünfte Staffel derzeit bei Amazon Prime zu sehen ist. Eine Figur, die Brutalität, Zynismus und Charisma verbindet - und Urban zum Gesicht einer der erfolgreichsten Streaming-Produktionen der Gegenwart macht.

Mit seinem Einstieg in das Videospiel- und Actionfilmfranchise "Mortal Kombat" stand Urban - trotz seiner langjährigen Erfahrung - vor großen Herausforderungen. Denn die von ihm gespielte Figur, Johnny Cage, ist ein absoluter Fanliebling. Die Skepsis war groß, als seine Besetzung bekannt wurde - sogar innerhalb seiner Familie: "Da gibt's eine riesige Fangemeinde. Vermassel das bloß nicht", hätten seine Söhne gesagt, so Urban im Gespräch mit "IGN". Der Druck sei sofort dagewesen.

Um eine überzeugende Darstellung abzuliefern, tauchte Urban tief in die Welt der Kampfkünste ein, um mehr über die Figur und ihren Platz im "Mortal Kombat"-Universum zu erfahren. Dazu gehörte der Besuch einer Karate-Veranstaltung, um Kampfsport aus erster Hand zu erleben, und später das Erlernen der Bewegungen eines Kämpfers. "Die Arbeit an Mortal Kombat II war zweifellos die körperlich anspruchsvollste Herausforderung, die ich je bei einer Produktion gemeistert habe", sagte er. "Die erforderlichen Fähigkeiten erforderten definitiv eine exponentielle Lernkurve, wie ich sie noch nie erlebt habe."

Quelle: teleschau – der mediendienst