Druckartikel: Franziska van Almsick über schlimmste Zeit ihres Lebens: "Ich habe meine Narben"

Franziska van Almsick über schlimmste Zeit ihres Lebens: "Ich habe meine Narben"


Autor: Teleschau  

, Freitag, 10. April 2026

Emotionale Worte von Franziska van Almsick: In einer neuen TV-Doku blickt die einstige Profischwimmerin auf die schwierigsten Kapitel ihrer Karriere zurück. "Ich habe Federn gelassen", räumt sie ein.


18 Mal Gold bei Europameisterschaften, zwei goldene Plaketten bei WMs und dazu insgesamt zehn Olympia-Medaillen: Franziska van Almsick hat zweifelsfrei deutsche Schwimmgeschichte geschrieben. Doch auch die Karriere der heute 48-Jährigen kam nicht ohne Tiefschläge aus. Die Folgen dieser Formkrise begleiten die einstige Profisportlerin bis heute, wie sie nun in der Sky-Sendung "Meine Geschichte" (Freitag, 10. April, 23.15 Uhr) laut "Bild" einräumt.

"Zwischen 96 und 2002 - und das sind immerhin sechs Jahre. Das war echt eine fiese Zeit, wo es mir echt nicht gut ging", blickt van Almsick zurück. Auf Nachfrage bestätigt sie, das sei die schlimmste Zeit ihres Lebens gewesen. Ob die Karriere weitergehen könne, machte die Sportlerin damals vom Abschneiden bei der Heim-EM in Berlin abhängig. "Ich hatte vielleicht das letzte Mal in meinem Leben wirklich Angst, dass es nicht klappt", erinnert sich van Almsick.

Nach jahrelanger Krise war EM-Triumph für van Almsick eine Genugtuung

Mit fünf Goldmedaillen wurden die Europameisterschaften damals zum Triumphzug. Vorherzusehen war dieser Medaillenregen vorab jedoch nicht. "Wenn das nicht klappt, dann gehe ich. Dann gehe ich vielleicht ins Ausland oder ich vergrabe mich. Es war fast dramatisch", beschreibt Franziska van Almsick ihre Gedankengänge im Vorlauf der Wettkämpfe. Emotional sei sie damals angeknockt gewesen: "Ich hatte das Gefühl, ich bin gestolpert und bin gefallen."

Über mehrere Jahre hinweg sei sie zuvor nicht vom Fleck gekommen - trotz Hilfe von außen. Doch sie sei "alleine aufgestanden" und habe den EM-Triumph mit Genugtuung genossen, so van Almsick. Doch vergessen hat sie eines nicht, "diese Tendenz, sich verkriechen zu wollen, den Kopf einzuziehen". Durch diese schwere Zeit habe sie "Federn gelassen", was sie bis heute spüre: "Ich bin gesund daraus gekommen. Aber ich habe schon meine Narben."

Quelle: teleschau – der mediendienst