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Franziska van Almsick bezeichnet sich als "strenge Mutter": "Es gibt ein paar Grundregeln im Leben"


Autor: Teleschau  

, Montag, 10. August 2026

Mit 14 Jahren wurde Franziska van Almsick zum deutschen Sport-Superstar - dabei habe sie sich immer nur ein "normales Leben" gewünscht. Wie schwer es ist, ihren Kindern "normale" Werte zu vermitteln, schilderte die Ex-Schwimmerin nun in einem Podcast.


Die Geburt ihres ersten Sohnes im Jahr 2007 war für Franziska van Almsick ein "totaler Wendepunkt, weil sich nicht mehr so viel um mich selbst gedreht hat und ich erfahren habe, was wirklich wichtig ist im Leben". Das, worauf es im Leben ankommt, versucht die 48-jährige, inzwischen zweifache Mutter auch ihren beiden Söhnen zu vermitteln, wie sie im Podcast "M wie Marlene" erklärte.

"Ich bin, glaube ich, schon eine strenge Mutter", bekannte die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin, deren Stern bei den Olympischen Spielen 1992 aufging. "Es gibt für mich ein paar Grundregeln im Leben", sagte van Almsick im Gespräch mit Moderatorin Marlene Lufen. "Platz machen, umsichtig sein", nannte sie als Beispiele für gutes Benehmen. Sie finde es "Wahnsinn, wie wenig Menschen umsichtig sind im täglichen Leben". Die gebürtige Ost-Berlinerin vermisst das Bewusstsein, "dass auch noch andere Menschen sich irgendwie im Raum befinden oder im Restaurant". Auf ein gutes Miteinander lege sie sehr viel Wert.

Franziska van Almsick wurde mit nur 14 Jahren als olympische Silbermedaillengewinnerin von Barcelona quasi über Nacht zum Superstar des gerade wiedervereinten Deutschlands. Dabei habe sie sich für sich selbst immer nur ein "normales Leben" gewünscht. Inzwischen ist sie dem Ziel offenbar näher gekommen: "Ich würde fast behaupten, dass ich ein normales Leben führe", sagte van Almsick, "aber so normal ist es natürlich auch nicht, weil ich schon weiß, dass ich so ein bisschen auf der Sonnenseite des Lebens stehe."

"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit 13 jemals gechillt habe"

Ihr Leben als öffentliche Person versuche sie von ihren Kindern möglichst fernzuhalten und "sie normal zu erziehen". Das sei aber nicht immer einfach. Wenn sich eines der Kinder ein neues Fahrrad wünsche, "kann es nicht der Punkt sein, dass wir es uns nicht leisten können". Dann müsse sie sich "etwas anderes einfallen lassen, um meinen Kindern zu erklären, dass wir uns nicht alle halbe Jahr ein neues Fahrrad kaufen, nur weil uns die Farbe irgendwie nicht mehr gefällt".

Noch ein weiteres Beispiel aus dem Familienalltag nannte die Ex-Sportlerin, die seit rund 20 Jahren mit dem Unternehmer Jürgen B. Harder liiert ist: "Wenn mein Dreizehnjähriger nach Hause kommt und erst mal chillen muss, dann erwische ich mich sehr oft dabei, dass ich mich umdrehen und tief atmen muss." Denn sie selbst könne sich nicht daran erinnern mit 13 Jahren "jemals gechillt" zu haben.

Der Vergleich sei aber unfair. "Das ist ein anderes Leben, und deswegen sage ich, bin ich da manchmal ein bisschen streng und muss aufpassen, dass ich auch immer die Mitte finde."

Quelle: teleschau – der mediendienst