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Esther Sedlaczek spricht über Zusammenbruch: "Ich dachte, ich muss sterben"


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 18. Juni 2026

ARD-Sportreporterin Esther Sedlaczek hat offen über eine gesundheitliche Krise gesprochen, die sie vor einigen Jahren nach der Geburt ihres ersten Kindes völlig überraschend traf. Die heute 40-Jährige berichtet von einer nächtlichen Panikattacke, die in der Moderatorin Todesangst auslöste.


ARD-Reporterin Esther Sedlaczek gehört seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der ARD. Auch dieses Jahr steht die 40-Jährige wieder für die Fußball-WM vor der Kamera. Was bislang nicht bekannt war: Vor einigen Jahren erlitt die Moderatorin in Folge einer postpartalen Depression einen körperlichen Zusammenbruch. Ein Warnsignal ihres Körpers, dass die Journalistin zum Umdenken brachte.

Wie Ester Sedlaczek im Gespräch mit dem "Spiegel" berichtet, habe sich der Vorfall vor sechs Jahren ereignet. Nach einer Moderation für Sky sei sie damals nach Hause gefahren und habe sich schlafen gelegt. So wie an vielen anderen Abenden auch. In der Nacht sei sie plötzlich wach geworden und habe über Atemnot und ein Taubheitsgefühl geklagt. "Ich dachte, ich falle gleich um und muss sterben", erinnert sich die Sportmoderatorin gegenüber dem Magazin. Sie sei daraufhin barfuß in den Garten gelaufen - obwohl es regnete. Schließlich sei die Reporterin mit einem Rettungswagen in die Notaufnahme gebracht worden.

Die Panikattacke beschäftigte Sedlaczek dem "Spiegel"-Bericht zufolge noch lange. Wochenlang fürchtete sie, die Symptome könnten zurückkehren. Heute ist die ARD-Moderatorin überzeugt, dass hinter dem Zusammenbruch eine postpartale Depression steckte. Sedlaczeks erste Tochter war damals etwa ein Jahr alt. Eine postpartale Depression kann bis zu einem Jahr nach einer Geburt auftreten. Laut der "Deutschen Depressionshilfe" sind von einer prä- oder postpartalen Depression etwa 10 bis 15 Prozent der Mütter betroffen. Auslöser können unter anderem hormonelle Veränderungen, traumatische Geburten, Stress oder psychische Vorbelastungen sein.

Ester Sedlaczek über enormen Erwartungsdruck: "Ich hatte keine Freude am Job"

Die ARD-Reporterin erklärt rückblickend über die Zeit: "Ich wollte auf allen Ebenen alles perfekt machen." Sowohl im Beruf als auch im Familienalltag. Doch irgendwann habe ihr Körper schließlich die Reißleine gezogen. Denn mit ihrem großen Ehrgeiz übte sie auch einen enormen Druck auf sich selbst aus. Trotz des beruflichen Erfolgs sei sie nie gänzlich zufrieden mit ihrer Leistung gewesen und habe ständig nach Fehlern gesucht, wie sie berichtet: "Ich bin aus fast jeder Sendung mit dem Gefühl rausgegangen: Das ist nicht gut genug", erzählt sie. "Ich habe mir einen Riesendruck gemacht und hatte keine Freude am Job."

Der Zusammenbruch brachte sie schließlich zum Umdenken. Sedlaczek begann laut eigener Aussage eine Therapie und setzt auf Sport und Yoga, um einen Ausgleich in ihrem Alltag zu schaffen. Vor allem aber habe sie lernen müssen, ihre eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen. "Ich musste lernen, dass es okay ist, einfach mal etwas für mich selbst zu tun", berichtet die ARD-Reporterin. Heute ist Sedlaczek Mutter von drei Kindern. Ihre Tochter kam 2019 zur Welt, ihre zwei Söhne jeweils 2021 und 2025. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA berichtet sie an der Seite von Experte Bastian Schweinsteiger für die ARD.

Quelle: teleschau – der mediendienst