Erkrankung bei Torsten Sträter: Management hat Bitte
Autor: Agentur dpa, Isabel Schaffner
Köln, Dienstag, 20. Januar 2026
Torsten Sträter musste mehrere Konzerte ersatzlos absagen. Das Management des Komikers äußert in dem Zusammenhang eine Bitte.
Der Kabarettist und Grimme-Preisträger Torsten Sträter hat seine geplanten Auftritte bis Ende März abgesagt. Sein Management gab als Begründung eine Krankheit an, die eine "längerfristige Regenerationsphase" notwendig mache.
Für die kommenden Wochen waren deutschlandweit mehrere Shows des 59-Jährigen vorgesehen. Unter anderem sollte Sträter sein aktuelles Bühnenprogramm "Mach mal das große Licht an" in der Kölner Lanxess-Arena aufführen.
Shows von Torsten Sträter abgesagt - Management bittet um Respekt vor Privatsphäre
"Aufgrund der Vielzahl der Termine können wir leider keine Ersatztermine anbieten. Informationen zur Rückerstattung der Tickets finden Sie auf der Website des Ticketanbieters oder direkt beim jeweiligen Veranstalter", heißt es auf der Webseite Sträters. Zu den Hintergründen gab es keine weiteren Informationen. "Das Management bittet darum, die Privatsphäre des Künstlers zu respektieren und von weiteren Nachfragen abzusehen", so die Erklärung weiter. Der in Dortmund geborene Sträter zählt zu den erfolgreichen Kabarettisten Deutschlands.
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Neben seinen Bühnenauftritten ist er auch regelmäßig im Fernsehen präsent - etwa in der ARD. Sein Erkennungszeichen ist seine Mütze. Öffentlich bekannt ist Sträter auch für seinen offenen Umgang mit seiner Depressionserkrankung, die er teils auch in seinen Programmen anspricht. Welche Krankheit aktuell der Grund für die Absage der Auftritte ist, teilte das Management jedoch nicht mit. Der Comedian und Autor ist seit 2018 Schirmherr der Deutschen Depressionsliga.
Der Verein bietet Betroffenen, Angehörigen und Arbeitgebern laut eigenen Angaben "Informationen, Unterstützung und mutmachende Geschichten rund um das Thema Depression". Für ein TV-Gespräch über die Erkrankung mit seinem Komiker-Kollegen Kurt Krömer erhielt Sträter 2022 einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung.
"Bis ich wieder in so ein Loch falle": Torsten Sträter über Arbeiten mit Depression
Im Interview mit dem Online-Portal DasGehirn.info, machte er am 1. März 2025 deutlich, dass er in der Regel auch mit Depression Termine wahrnehmen könne, da er "ein hochfunktionaler depressiver Mensch" sei. "Das Arbeiten nimmt mich raus. Für drei Stunden muss ich mich mit nichts beschäftigen. Da komme ich gut durch, bis ich wieder in so ein Loch falle", gibt er an. Doch Bühnenauftritte sehe er nicht als "Bewältigungsstrategie" gegen seine Depression.
Der Tod seines älteren Bruder war 2025 ein trauriger Einschnitt in Sträters Leben. "Meine letzten zehn Tage waren mit die heftigsten meines Lebens", sagte er im "Feinstoff"-Podcast von Guido Maria Kretschmer. "Das war so tragisch. Mein Bruder ist gestorben am Freitag, dem 13., was für ein bitteres Klischee." Seinen 60. Geburtstag habe er nicht mehr feiern können, sondern sei an diesem Tag eingeäschert worden, wie gala.de das Gespräch zusammenfasst. In seiner Trauer brauche Torsten Sträter Aufgaben, die er erledigen könne. Andernfalls übermannen ihn seine Gefühle.