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"Ein Geschenk des Himmels": Der Graf von Unheilig kam von "Sing meinen Song" als "anderer Mensch" zurück


Autor: Frank Rauscher

, Donnerstag, 23. April 2026

"Wir jammern viel zu viel in diesem Land", findet der Unheilig-Frontmann, der sich nur Der Graf nennt. Er wendet sich lieber den positiven Dingen zu und schwärmt nun in einem Interview von der TV-Show "Sing meinen Song": "Dort, mit den Musikern auf der Couch, das war für mich besser als jede Therapie."


Der Graf von Unheilig ist mit einer positiven Lebenseinstellung gesegnet: "Es geht für mich grundsätzlich im Leben darum, Träume zu realisieren, die Dinge lieber anzupacken anstatt darüber zu jammern, dass ich dieses oder jenes nicht habe, kann und schaffe", sagte der Unheilig-Frontmann jetzt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Auf die Frage, ob er mit über 50 Jahren noch eine Bucket-List habe, wurde der Star, der nach einem Jahrzehnt ohne Auftritte ein erfolgreiches Comeback hinlegte und nun auch bei "Sing meinen Song" (dienstags, 20.15 Uhr, VOX) mitmischt, deutlich: "Natürlich. Wer die nicht hat, kann sich gleich einmotten lassen", stellte der Musiker und Sänger klar und befand: "Wir jammern überhaupt viel zu viel in diesem Land."

Das Internet sei "voll von Typen, die immer irgendetwas zu nölen haben", ergänzte der Graf im teleschau-Interview. Diesen Leuten wolle er sagen: "Wenn dir etwas in deinem Leben nicht passt, dann pack es an, ändere etwas, aber hör' auf, uns anderen auf den Keks zu gehen!" Er sei "auch ganz klar für eine Klarnamenpflicht im Internet", so der Unheilig-Sänger. "Es wäre vieles sofort besser, diese ganze Bösartigkeit würde sofort zurückgehen, wenn die Autoren der Posts und Kommentare als reale Personen identifizierbar wären, ohne jede Frage."

"Besser als jede Therapie"

Ob "Sing meinen Song" auch seiner Bucket List stand? - "Ja. Und ich würde es immer wieder machen." Der Unheilig-Frontmann schwärmt in den höchsten Tönen von dem bekanntlich auch unter Künstlern geschätzten VOX-Format: "Es war eine absolut lebensverändernde Erfahrung für mich. Ich kann es nur jedem Musiker ans Herz legen, bei dieser Sendung einmal mitzumachen. Geh dahin - und du kommst als anderer Mensch zurück!"

Dabei hätte er seine Teilnahme kurzfristig beinahe abgesagt. Aus schwerwiegenden privaten Gründen, so der Graf: "Erst ist mein Vater gestorben, dann lag meine Mutter im Sterben - das war dann ein paar Wochen vor dem Drehstart von 'Sing meinen Song'. Ich fürchtete in meiner Trauer, der Sache emotional nicht gewachsen zu sein. Aber dann habe ich es doch gemacht, und es hat sich als genau das Richtige erwiesen." Der Graf: "Dieser Ort, dieses Haus in Südafrika, der Austausch auf Augenhöhe mit den anderen Künstlern, das macht was mit einem. Wir haben uns dort so geöffnet, fallengelassen, so tief in unseren Leben, in unseren Wesen gewühlt und Dinge zutage befördert, die weggeschlossen waren oder von denen man selbst nicht mehr wusste, wo die rumliegen. Ich konnte mich so reflektieren wie noch nie in meinem Leben." Es seien "tolle Freundschaften entstanden".

Dass "Sing meinen Song" für die Teilnehmer eine solche Intensität entwickle, liege seiner Überzeugung nach "daran, dass du als Protagonist das Gefühl hast, dass das keine Fernsehshow ist, sondern ein Familienevent." Der Graf: "Dort, mit den Musikern auf der Couch, das war für mich besser als jede Therapie. Ein Geschenk des Himmels!"

Am Dienstag, 28. April, 22.15 Uhr, läuft bei VOX unter dem Titel die "Unheilig-Story" auch ein Porträt des Mannes, der einst zum Star in der Gothic-Szene avancierte, 2010 mit "Geboren um zu leben" einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Hits überhaupt landete, 2016 einen Schlussstrich zog und im vergangenen Jahr wieder auf der Bühne stand.

Quelle: teleschau – der mediendienst