Druckartikel: Arabella Kiesbauer spricht über Briefbomben-Attentat: "Kann man nicht vergessen"

Arabella Kiesbauer spricht über Briefbomben-Attentat: "Kann man nicht vergessen"


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 09. April 2026

Seit beinahe 40 Jahren ist Arabella Kiesbauer nicht aus der deutschen Fernsehwelt wegzudenken. In einem Interview sprach die Moderatorin nun über rassistischen Anfeindungen - und erinnerte an die Briefbombe, die sie einst erhielt.


In der ersten "Allstars"-Ausgabe von "Kampf der Realitystars" (ab Mittwoch, 8. April, auf RTL+ und ab Mittwoch, 15. April, immer mittwochs und donnerstags um 20.15 Uhr auf RTLZWEI) lädt Arabella Kiesbauer die Reality-Prominenz Deutschlands ein. Für die Moderatorin, die in den 90er-Jahren mit ihrem Nachmittagstalk "Arabella" bekannt wurde, ist es der zweite Ausflug an den thailändischen Strand. Dass nicht alle ein Fan von ihr sind, stört die 57-Jährige nicht, wie sie zum Staffelstart in einem Interview mit der Agentur teleschau verriet.

"Man muss im Leben damit zurechtkommen, dass man nicht immer nur gefällt", erklärte sie. Doch bei einigen Aussagen in den sozialen Medien zieht auch Kiesbauer eine deutliche Grenze: "Wenn ein Kommentar wirklich rassistisch ist, dann lösche ich den", stellte sie klar. Denn dieser würde nicht nur sie selbst, "sondern auch viele andere" verletzen - "und das hat auf meinem Account keinen Platz. Ein derartiges Forum möchte ich nicht bieten."

"Arabella" war "ein Befreiungsschlag"

Kiesbauer ist sich bewusst, dass sie "vor allem für People of Colour" ein Vorbild ist. "Man darf nicht vergessen: Als ich im Fernsehen angefangen habe, gab es in der Branche noch nicht viele dunkelhäutige Menschen", erinnerte sich die 57-Jährige. "Das war ein Befreiungsschlag: Endlich ist da eine, die aussieht wie wir. Wir sind auch da, wir werden gesehen, wir werden gehört", erklärte sie die Bedeutung ihrer Auftritte.

Doch nicht alle blickten positiv auf "Arabella". Im Juni 1995 wurden Kiesbauer und ihr Team in einem Münchener TV-Studio Opfer eines Briefbombenanschlags. Dabei wurde eine Assistentin von "Arabella" verletzt. Der Täter, der österreichische Rechtsextremist Franz Fuchs, wurde zwei Jahre später verhaftet. "Das ist ein Ereignis, das kann man nicht vergessen", denkt die Moderatorin auch heute noch daran. Auch wenn sie inzwischen ihre "Leichtigkeit wiedergefunden" hat, hat das Attentat Spuren hinterlassen, wie sie im Interview erklärte: "Diese Unschuld von vor der Briefbombe habe ich sicherlich nicht mehr."

Quelle: teleschau – der mediendienst