Slomka: Bin lieber für Fragestil statt Foodposts bekannt
Autor: Jonas-Erik Schmidt, dpa
, Mittwoch, 28. Januar 2026
Seit 25 Jahren prägt Marietta Slomka das ZDF-«heute journal». Nun spricht sie über Journalisten als Marke, verteidigt ihre Interview-Führung - und verrät, ob der Job sie auch privat verändert hat.
Die Journalistin und «heute journal»-Moderatorin Marietta Slomka ist bewusst nicht allzu aktiv in vielen sozialen Medien unterwegs. Das sei genau so gewollt von ihr, sagte die 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem 25. Jahrestag ihres Debüts im ZDF-«heute journal».
«Ich bin bis heute froh, dass ich nicht aktiv auf allen sozialen Medien unterwegs bin. Das ist eine bewusste Entscheidung. Ich halte es für wichtig, eine gewisse Distanz zu wahren und nicht in permanentes Selbst-Branding zu verfallen», sagte Slomka.
«Ich möchte, dass sich die Zuschauer auf das konzentrieren, was ich sage, wie ich analysiere und befrage – und nicht darauf, was ich am Abend vorher gegessen habe.» Vielleicht sei das altmodisch. «Aber ich bin mit dieser Linie bisher ganz gut gefahren.»
Viele Journalisten-Kollegen gehen einen anderen Weg, mischen sich auf Plattformen wie X in Debatten ein oder geben Einblicke via Instagram.
Genügend Strahlkraft für eine derartige Rolle hätte sicherlich auch Slomka. Die Kölnerin zählt zu den profiliertesten Nachrichtenmoderatorinnen des Landes.
Am Donnerstag vor 25 Jahren (also am 29. Januar 2001) präsentierte sie erstmals das «heute journal». Ein Vierteljahrhundert, das sich für sie aber wie der «Schlag eines Schmetterlingflügels» anfühlt, wie sie sagt.
«Ich habe nicht den Anspruch, mit der Machete herumzulaufen»
Heute gilt Slomka als starke Interviewerin, die ihre Gesprächspartner nicht mit Floskeln oder Ausweichmanövern davonkommen lässt. Ihre Art, das Gegenüber unnachgiebig zu befragen, ist inzwischen im Branchenjargon sogar mit einem eigenen Begriff versehen worden: Politiker würden von ihr «geslomkat», heißt es.