Schöneberger räumt Raab mit Abrissbirne ab
Autor: Jonas-Erik Schmidt, dpa
, Sonntag, 15. März 2026
«Lass uns das nicht versauen, sonst moderieren es demnächst die Kaulitz-Zwillinge»: Stefan Raab hat nun mit Barbara Schöneberger eine Show. Mit Giovanni Zarrella hatte das Duo eine starke Konkurrenz.
Ein ordentlicher Bums gleich zu Beginn: Moderator Stefan Raab hat in seiner neuen Sendung mit Kollegin Barbara Schöneberger einen Treffer am Kopf kassiert. Die Ursache: eine Requisiten-Abrissbirne, die für die Parodie auf ein Musikvideo im Einsatz war. Zu sehen war die Szene - nach Andeutungen in den sozialen Medien - in der ersten Folge der neuen Quiz-Show «Wer weiß wie wann was war?», die RTL am Samstagabend ausstrahlte.
In der Sendung geht es um Pop-Kultur, Fernsehen, Politik und Musik aus zurückliegenden Jahrzehnten. Das Moderationsduo schlüpfte dabei auch immer wieder selbst in Kostüme, um ikonische Ereignisse nachzuspielen. Für einen Einspieler rekelte sich Schöneberger daher auf einer riesigen schwingenden Abrissbirne - eine Parodie auf das berühmte Musikvideo zum Song «Wrecking Ball» der Popsängerin Miley Cyrus (33) aus dem Jahr 2013.
Dabei passierte es. Zu sehen war, wie Raab bei den Dreharbeiten - offenbar aus Jux - um die schwingende Abrissbirne tänzelte und versuchte, unter ihr durchzukriechen. Das misslang gründlich und die Kugel erwischte ihn am Kopf. Getroffen rollte sich Raab zur Seite und hielt sich den Schädel. «Oh Junge, das hat gebimmelt, ey!», stellt er fest. Schöneberger blieb derweil auf der Abrissbirne sitzen.
«Das war krass», sagte Schöneberger - im ersten Moment habe sie auch «auf eine Einzelmoderation hier gehofft». Gleichzeitig versuchte sie, der Szene die Dramatik zu nehmen. «War ja gar nicht schwer, die Kugel», versicherte die Moderatorin. Raab entgegnete allerdings in seiner typischen Art: «Da saß auch noch etwas drauf.» Er forderte: «Das kannst du nicht kleinreden.» Die Szene stach aus einem Abend heraus, in dem sich Raab und Schöneberger immer mal wieder gegenseitig neckten.
Die Show dauerte drei Stunden, ebenso lang wie «Die Giovanni Zarrella Show» im ZDF. Bei der Einschaltquote lag Raab bei den Jüngeren (14 bis 49 Jahre) vor der Musikshow-Konkurrenz (17 gegen 8,5 Prozent Marktanteil), im Gesamtpublikum aber sehr eindeutig dahinter. Die Zarrella-Show mit Gästen wie Chris de Burgh, Maite Kelly, Sarah Connor und Hape Kerkeling als Horst Schlämmer erreichte rund 3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, Raab und Schöneberger kamen im Schnitt auf 1,8 Millionen.
Drei Generationen treten gegeneinander an
Nach RTL-Angaben standen Raab und Schöneberger für die Sendung erstmals als Moderationsduo vor der Kamera. «Lass uns das nicht versauen, sonst moderieren es demnächst die Kaulitz-Zwillinge», wies Schöneberger Raab zu Beginn der Show an. Bill und Tom Kaulitz werden Ende des Jahres das alte ZDF-Flaggschiff «Wetten, dass..?» übernehmen.
In «Wer weiß wie wann was war?» - einem typisch komplizierten Namen für eine Raab-Show - traten drei Generationen im Studio in verschiedenen Wissensgebieten gegeneinander an. Jede Generation wurde von prominenten Paten vertreten - etwa die Altersgruppe 20 bis 39 Jahre von Ricarda Lang und Max Giesinger. Für die Ex-Grünen-Chefin Lang (32) war es nach eigenen Angaben die erste Fernsehshow dieser Art. «Ich entscheide nach heute, ob ich wieder komme», erklärte sie.