Oscar-Nominierungen für 2026 - ein Deutscher ist mit dabei
Autor: Agentur dpa
Los Angeles, Freitag, 23. Januar 2026
Hollywood blickt auf ein abwechslungsreiches Oscar-Jahr mit vielen prominenten Filmen. Nur dei großen deutschen Hoffnungen gehen leer aus.
Mit sensationellen 16 Nominierungen geht das musikalische Vampir-Südstaatendrama "Blood & Sinners" als großer Favorit ins Oscar-Rennen - und übertrumpft damit die bisherigen Rekordhalter.
14 Gewinnchancen hatten in der langen Oscar-Geschichte der Klassiker "Alles über Eva" von 1950, der "Titanic"-Blockbuster im Jahr 1998 und zuletzt das Film-Musical "La La Land" (2017). Die Zahl der Kategorien, in denen die Filmpreise verliehen werden, hat sich in der Geschichte der Oscars allerdings immer mal wieder leicht verändert.
13 Nominierungen für "One Battle After Another"
Abräumen könnte auch der schwarzhumorige Politthriller "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson, mit immerhin 13 Gewinnchancen - gefolgt von dem Monsterfilm "Frankenstein", der Tragikomödie "Marty Supreme" und dem norwegischen Familiendrama "Sentimental Value" mit je neun Nominierungen. Acht Nennungen gab es zudem für das Drama "Hamnet" über die Shakespeare-Familie.
Neben diesen sechs Favoriten sind in der Topsparte "Bester Film" weitere vier Werke im Rennen - "Train Dreams", "Bugonia", "The Secret Agent" und der Rennsport-Streifen "F1". Die Oscar-Trophäen werden am 15. März in Hollywood zum 98. Mal vergeben.
Deutsche Oscar-Hoffnung geplatzt
Deutsche Oscar-Hoffnungen wurden diesmal enttäuscht. Das in Cannes gefeierte Drama "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski schaffte es nicht in die Nominierungs-Endrunde. In der Sparte International Feature Film sind Frankreich ("Ein einfacher Unfall"), Brasilien ("The Secret Agent"), Norwegen ("Sentimental Value"), Spanien ("Sirât") und Tunesien ("The Voice of Hind Rajab") im Rennen.
Im vorigen Jahr hatte es für Deutschland der Politthriller "Die Saat des heiligen Feigenbaums" des Iraners Mohammad Rasoulof ins Oscar-Finale geschafft. 2023 holte die deutsche Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" des gebürtigen Wolfsburgers Edward Berger nicht nur den Oscar als bester internationaler Film, sondern auch noch drei weitere Preise für Kamera, Szenenbild und Filmmusik.
Nur der im niedersächsischen Hameln geborene und in Großbritannien aufgewachsene Komponist Max Richter ist diesmal im Rennen - mit seiner Musik zum Drama "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao. Er ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte "Beste Filmmusik", neben Komponisten wie Ludwig Göransson ("Blood & Sinners"), Jonny Greenwood ("One Battle After Another") und Alexandre Desplat ("Frankenstein").