Free ESC und ESC: Das sind die Gewinner - Überraschung bei Show von Stefan Raab
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Köln, Sonntag, 17. Mai 2020
Der Eurovision Song Contest 2020 ist ausgefallen, aber ARD und ProSieben machten eigene Wettbewerbe. Während bei dem "normalen" ESC der Song von Litauen am besten ankam, ging der Sieg bei der Show von Stefan Raab an Nico Santos. Der deutsche Act sorgte für eine Überraschung.
"Open up" hätte das Motto des diesjährigen Eurovision Song Contest in Rotterdam lauten sollen, doch es kam die Corona-Pandemie, der Shutdown und alles anders. ARD und ProSieben sendeten am Samstagabend konkurrierende Ersatzwettbewerbe für das deutsche TV-Publikum.
Litauen gewann mit dem minimalistischen Elektropopsong "On fire" der Band The Roop das deutsche ESC-Finale im Ersten. Bei ProSieben gewann Nico Santos für Spanien mit dem Lied "Like i love you" den "Free European Song Contest". Diesen neuen alternativen Wettbewerb mit eigenen Musikbeiträgen produzierte Altmeister Stefan Raab.
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Im Ersten lief außerdem nach dem deutschen ESC-Finale zeitversetzt eine zweistündige internationale Ersatzshow des niederländischen Fernsehens, bei der es aber kein Voting gab.
Dafür gab es in dieser aus Hilversum bei Amsterdam präsentierten Sendung Ausschnitte aller für den ESC in Rotterdam vorgesehenen Beiträge. Am Ende der europaverbindenden Show, die von Sendern in 45 Ländern übernommen wurde, sangen die nominierten Interpreten gemeinsam - wenngleich coronabedingt von zu Hause aus - "Love Shine a Light", den ESC-1997-Siegertitel von Katrina and the Waves.
In Anlehnung an den Hit und die Krisenlage lautete der Titel der Show "Europe Shine a Light". In einem Einspieler sagte Björn Ulvaeus (75), Mitglied der berühmtesten ESC-Siegerband Abba: "Lang lebe der Eurovision Song Contest." Ulvaeus lobte den ESC als "unglaublich schön europäisch" und versprach, die Musikshow werde in gewohnter Weise wiederkommen. Offiziell bekanntgegeben wurde in der Show aus Holland auch, dass Rotterdam 2021 zum Zuge komme und die Show austragen dürfe.
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Sänger Ben Dolic lieferte zuvor im deutschen ESC-Finale der ARD mit Moderatorin Barbara Schöneberger eine Vorstellung davon ab, wie der deutsche Beitrag für die Finalshow in Rotterdam ausgesehen hätte. Mit vier Tänzern und vor großer Leinwand sang der 23-Jährige in der leeren Hamburger Elbphilharmonie "Violent Thing".
Der von Raab erfundene "Free European Song Contest" wartete parallel mit 16 Teilnehmern auf, darunter auch das Gastland "Der Mond" - in Anspielung darauf, dass beim echten ESC seit Jahren ja auch das außerhalb Europas liegende Australien mitmache.