Marvel für Einsteiger: Diese Filme öffnen das Tor zum MCU
Autor: Serhat Koçak, dpa
, Montag, 27. Juli 2026
Jetzt kommt der neue «Spider-Man», gerade ist der Trailer zum nächsten «Avengers» erschienen. Das riesige Marvel-Universum wächst weiter. Doch zum Einstieg muss man nicht alles gesehen haben.
Ein Netze schleudernder Superheld, ein Milliardär im Hightech-Anzug oder ein Hammer schwingender Donnergott: Das Marvel Cinematic Universe (MCU) hat aus Comicfiguren wie Spider-Man, Iron Man oder Thor eines der größten Filmprojekte der Gegenwart gebaut.
Seit fast zwei Jahrzehnten wächst das Superhelden-Universum stetig weiter – mit inzwischen 37 Filmen, zahlreichen Serien und immer neuen Handlungssträngen zwischen Erde, All und Multiversen. Jetzt startet «Spider-Man: Brand New Day», Mitte Dezember folgt «Avengers: Doomsday».
Das MCU ist weniger eine klassische Filmreihe als ein über 20 Jahre gewachsenes Erzählprojekt. Produzent Kevin Feige orchestriert die Superhelden-Filme seit 2008 wie ein gigantisches Serienepos für die Kinoleinwand, in dem einzelne Helden eingeführt und später in großen Crossover-Filmen wie zum Beispiel den «Avengers» zusammengeführt werden.
Inzwischen hat sich dieses Prinzip weiter geöffnet: Mehrere Handlungsstränge laufen parallel, neue Figuren kommen hinzu, andere verschwinden. Das macht das Universum komplexer, erlaubt aber auch einen selektiven Einstieg über zentrale Filme, die Figuren und Regeln des Marvel-Kosmos besonders gut erklären.
«Iron Man» (2008) – der Urknall des MCU
Alles beginnt mit einem Mann im Metallanzug: «Iron Man» markiert nicht nur den Start des MCU, sondern auch das Comeback von Robert Downey Jr., der damals nach schwierigen Jahren in Hollywood als Risiko galt. MCU-Chef Feige setzte dennoch auf ihn. Was Mark Hamill als Luke Skywalker für «Star Wars» ist, wurde Robert Downey Jr. für das MCU: das Gesicht eines ganzen Filmuniversums.
Downey verkörpert den genialen wie arroganten Waffenhersteller Tony Stark, der nach einer Entführung sein Leben überdenkt und zum Superhelden wider Willen wird. Der Film verbindet Action mit Selbstironie und etabliert erstmals den typischen Marvel-Ton: große Bedrohungen, aber mit Witz erzählt. Zugleich führt der Streifen zentrale Motive des MCU ein, wie technologische Macht, persönliche Verantwortung und Helden mit Fehlern – und etabliert Iron Man mit Stark als eine der wichtigsten Figuren des gesamten Universums.
Dabei improvisierte «RDJ» viele seiner Dialoge. Der lockere Stil wurde später Markenzeichen des gesamten MCU – inklusive der Idee, dass nach dem Abspann noch etwas kommen könnte.