Zuschauer fielen in Ohnmacht: Verschollene "Dracula"-Szenen aufgetaucht
Autor: Gianluca Reucher
, Montag, 01. Juni 2026
Als verschollen geltendes Material aus dem Kultfilm "Dracula" ist wiedergefunden worden. Die blutigen Szenen sollen auf die Leinwand zurückkehren.
1958 erschien mit "Dracula" ein Film, der als Meilenstein in der Horror-Geschichte gilt. Der Kultstreifen aus dem Hause der Hammer Film Productions unter der Regie von Terence Fisher wurde damals allerdings gekürzt, nachdem vor allem japanische Zuschauerinnen und Zuschauer beim Anblick einiger blutiger Szenen reihenweise in Ohnmacht gefallen sein sollen. Die herausgeschnittenen Szenen galten in der damaligen Zeit als besonders anstößig - und heute eigentlich seit vielen Jahrzehnten als verschollen.
Wie "Screen Daily" berichtet, soll das verloren geglaubte Material jetzt aber in einem Lagerhaus von Warner Brothers gefunden worden sein. Schon bald soll es wieder an die Öffentlichkeit geraten. Demnach sei geplant, dass eine 4K-Version des Films mit dem restaurierten Material pünktlich zu Halloween erneut in die Kinos kommt.
"Das Publikum glaubte, es sei für immer verloren"
John Gore, CEO von Hammer Films, verrät gegenüber "Screen Daily": "'Dracula' in 4K zurückzubringen, geht weit über eine bloße Filmrestaurierung hinaus. Dies ist die Wiederentdeckung eines Stücks britischer Filmgeschichte, von dem das Publikum glaubte, es sei für immer verloren."
Gore thematisiert dabei auch die ikonische Inszenierung von Hauptdarsteller Christopher Lee, der Vampir-Filme bis heute maßgeblich geprägt hat: "Christopher Lee und Peter Cushing wieder zusammen in solch außergewöhnlicher Detailtreue zu sehen, erinnert uns daran, wie kraftvoll dieser Film auch fast siebzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch immer ist."
Quelle: teleschau – der mediendienst