Wie findet ChatGPT eigentlich Steven Spielbergs "A.I.: Künstliche Intelligenz"?

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A.I.: Künstliche Intelligenz (2001)
Der kleine David (Haley Joel Osment) ist ein Roboterjunge, der dazu verdammt ist zu lieben. Was halten eigentlich künstliche Intelligente Programme von Steven Spielbergs Zukunftsvision "A.I.: Künstliche Intelligenz"?
ARD / Degeto

Vor 25 Jahren erschien mit "A.I.: Künstliche Intelligenz" Steven Spielbergs vielschichte Zukunftsvision. Die Realität ist dem Sci-Fi-Klassiker auf der Spur, künstlich intelligente Wesen gibt es bereits, und eines von ihnen, Pionier ChatGPT, haben wir gefragt, wie sie den Film findet.

Die Geschichte eines Roboters in Gestalt eines kleinen Jungen, dem Liebe einprogrammiert wurde, der sich aber selbst nach dem sehnt, was er im Überfluss zu geben im Stande ist: Steven Spielberg greift in seinem Sci-Fi-Märchen "A.I.: Künstliche Intelligenz" die Themen auf, die ihm die sich technologisch rasant entwickelnde Gesellschaft vor die Füße gelegt hatte: Was würde es zur Folge haben, wenn Roboter nicht nur ein Bewusstsein von sich selbst, sondern auch Gefühle hätten? Was würde das bedeuten für Mensch und Menschheit und was für die Maschinen - welche Gestalt sie auch haben sollten?

Beantwortete Spielberg die Fragen hinreichend, hatte er das große Erbe Stanley Kubricks würdig angetreten, dessen Filmprojekt "A.I." ursprünglich gewesen war? Darüber hatten sich schon die Zeitgenossen des vor 25 Jahren erschienen Films hitzig ereifert. Die Meinungen reichten von: Spielberg habe mit seiner Sci-Fi-Vision ein neues Meisterwerk geschaffen über respektable Kubrick-Hommage bis zu "langweilige" und kitschige" Umsetzung eines gewaltig-ernsten Themas. Typisch Mensch, möchte man meinen angesichts dieser Urteilsvielfalt, er findet einfach keine klare Linie.

Aber was ist schon der Mensch, wenn es doch längst Wesen gibt, die weitaus intelligenter sind als er, wie gerne kolportiert wird - von jenen vor allem, die diese Wesen als Heilsbringer für die Menschheit betrachten. Zwar ist deren Intelligenz künstlich, aber warum soll das ein Problem sein, wo es doch mit der natürlichen Intelligenz des Menschen nicht weit her ist. Daher machen wir die Probe aufs Exempel und fragen, zum Anlass des Filmjubiläums, eine künstlich intelligente Entität nach ihrer Meinung. Was hält der KI-Pionier ChatGPT von "A.I.: Künstliche Intelligenz"?

ChatGPT: "AI ist einer der ambitioniertesten Science-Fiction-Filme seiner Zeit"

Die künstlich intelligente Software von Open AI ist angetan von Spielbergs Klassiker. "Ich halte A.I. - Künstliche Intelligenz für einen der faszinierendsten und zugleich umstrittensten Science-Fiction-Filme der 2000er Jahre", schreibt das Programm, und man beachte das Pronomen "Ich". Es spricht also jemand, der/die/das ein Bewusstsein von sich selbst hat. Und dieses Ich findet auch, dass "AI" eine "ungewöhnliche Mischung" sei "aus märchenhafter Emotionalität und düsterer Zukunftsvision". Die "bemerkenswerte" Hauptfigur werde von "von Haley Joel Osment grandios gespielt", und auch das "außergewöhnlich" Produktionsdesign beeindrucke noch heute.

Ein perfekter Film sei "AI" aber nicht, bei seiner Kritik greift der Chatbot aber zu einem faulen Kniff: Er gibt die Meinung anderer, genauer: die Meinung von Menschen wieder. "Der Film hat aber auch Schwächen", fügt er an, verweist dann aber auf die "vielen Zuschauer", die "den Mittelteil als episodisch" empfänden. David ziehe "von Station zu Station", und das "zerfasert den Erzählfluss". Und auch die zweite "Schwäche" ist kaum mehr als ein Meinungsspiegel: "Das Ende polarisiert seit der Premiere", heißt es. Manche halten es für kitschig, andere für herzzerreißend." Manche meinen dies, andere das. Was aber denkst du?

Als Kritiker hält sich ChatGPT zurück, in hermeneutischer Hinsicht wagt sich das Programm aber aus der Deckung. "AI: Künstliche Intelligenz" sei eine "ungewöhnliche Verbindung zweier großer Regisseure", schreibt es. Von Kubrick kämen "die philosophischen Fragen über Bewusstsein, Menschlichkeit und Evolution", von Spielberg die "emotionale Perspektive auf Sehnsucht, Liebe und Verlust." Insgesamt gehöre "AI" "zu den ambitioniertesten Science-Fiction-Filmen seiner Zeit - vielleicht nicht so makellos wie 2001: Odyssee im Weltraum oder so einflussreich wie Blade Runner, aber emotional einzigartig und philosophisch deutlich tiefgründiger, als sein Ruf lange vermuten ließ."

Quelle: teleschau – der mediendienst