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Sie war der größte Kinderschreck der 90-er: So lebt Fräulein Knüppelkuh heute


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 30. Juli 2026

Vor 30 Jahren kam "Matilda" ins Kino - und kaum eine Filmfigur hat Kinder so sehr das Fürchten gelehrt wie Fräulein Knüppelkuh. Doch was wurde aus der Schauspielerin hinter der legendären Schurkin?


Wer mit "Matilda" aufgewachsen ist, erinnert sich vermutlich bis heute an sie. Sobald Fräulein Knüppelkuh auf der Leinwand erschien, wurde selbst Erwachsenen mulmig. Mit ihrem eisernen Blick, ihren brutalen Strafen und Szenen, die sich tief ins Gedächtnis eingebrannt haben, machte Pam Ferris die tyrannische Schulleiterin zu einer der ikonischsten Filmschurkinnen für Kinder. Ob sie ein Mädchen an den Zöpfen über den Schulhof schleuderte oder den kleinen Bruce zwang, eine riesige Schokoladentorte aufzuessen, Fräulein Knüppelkuh wurde zum Albtraum einer ganzen Generation.

Kaum zu glauben, dass "Matilda" inzwischen 30 Jahre alt wird. Am 2. August 1996 feierte die Verfilmung von Roald Dahls Kinderbuchklassiker ihre Premiere in den USA, bevor sie am 20. März 1997 auch in die deutschen Kinos kam. Bis heute hat der Film nichts von seinem Charme verloren. Denn hinter der Geschichte des hochbegabten Mädchens steckt weit mehr als klassische Kinderunterhaltung. Es geht um den Mut, sich gegen Ungerechtigkeit aufzulehnen, um die Kraft von Bildung, aber auch um die Fragen von Moral und Macht.

Neben Mara Wilson als Matilda und Embeth Davidtz als der warmherzigen Lehrerin Frau Honig bleibt vor allem eine Figur unvergessen. Fräulein Knüppelkuh, die im englischen Original übrigens Miss Agatha Trunchbull heißt. Die Frau hinter der legendären Rolle ist Pam Ferris. Die heute 78-Jährige wurde in Hannover geboren, da ihr Vater dort bei der Royal Air Force stationiert war. Bereits wenige Monate nach ihrer Geburt zog die Familie zurück nach Wales. Mit 13 Jahren wanderte sie nach Neuseeland aus, wo sie ihre Schauspielausbildung absolvierte. Im Alter von 22 Jahren kehrte Ferris nach Großbritannien zurück und begann ihre Karriere zunächst auf der Theaterbühne.

Von der Arbeit "besessen" gewesen

Ihre ersten Film- und Fernsehrollen folgten Anfang der 1980er-Jahre. Internationale Bekanntheit erlangte sie jedoch erst durch "Matilda". Danach war Ferris in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen. In "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (2004) übernahm sie die Rolle der barschen Tante Marge Dursley, die von Harry versehentlich mit einem Zauber aufgeblasen wird. Außerdem spielte sie unter anderem in der britischen Krimiserie "Inspector Barnaby" sowie in Filmen wie "Children of Men" (2006) und "Holmes & Watson" (2018) mit.

Trotz zahlreicher anderer Rollen, zählt ausgerechnet Fräulein Knüppelkuh bis heute zu ihren Lieblingsrollen. Im Interview mit "The Guardian" bezeichnete Ferris die Schulleiterin als eine ihrer "Lieblingsfiguren". Sie habe eine Tyrannin gespielt, "die am Ende doch nicht so stark war, wie man denkt". Gerade deshalb, glaubt die Schauspielerin, könne jeder etwas von sich in der Figur wiederfinden. Zwischen ihr und Fräulein Knüppelkuh habe es sogar "definitiv Ähnlichkeiten" gegeben, verriet sie.

Privat verlief ihr Leben ganz anders als das ihrer berühmtesten Filmfigur. Kinder hat Pam Ferris keine. In ihrer Jugend sei sie von ihrer Arbeit "besessen" gewesen und habe deshalb erst mit 38 Jahren geheiratet. Dass sie nie Mutter geworden sei, bereue sie jedoch nicht. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und Schauspielkollegen Roger Frost in einem Dorf in der englischen Grafschaft Kent.

Quelle: teleschau – der mediendienst