Mel Brooks wird 100: Diese fünf Filme des Parodie-Großmeisters sollten Sie kennen
Autor: Wilhelm Flemmer
, Freitag, 26. Juni 2026
Keiner drehte so schöne Filmparodien wie Mel Brooks. Nun wird der Komiker und Filmemacher 100. Wir zeigen aus diesem Anlass, welche fünf seiner Filme Sie unbedingt gesehen haben sollten.
Phänomene auf die Schippe nehmen, gerne aus der Sphäre des Kinos, darin ist er bis heute unnachahmlich. Ob "Der wilde wilde Westen", "Frankenstein Junior, "Höhenkoller", "Spaceballs" oder "Dracula - Tot aber glücklich" - kein Genre war vor den Spitzen des Komikers und Filmemachers jemals sicher. "Ich wurde geboren, um Menschen zum Lachen zu bringen, also tue ich das", sagt Brooks in der Dokumentation "Mel Brooks: The 99 Year Old Man!".
Das tut er noch immer und im hohen Alter. Am 28. Juni vollendet Brooks sein 100. Lebensjahr, als aktiver Schauspieler. Vor zwei Jahren war er in einer Folge des Serienhits "Only Murders in the Buildung" zu sehen, und just hat er mit "Spaceballs: The New One" die Fortsetzung seines Kultfilms aus den 80-ern abgedreht. Wieder spielt er den Präsidenten Skroob und den weisen Joghurt. Ein Ereignis. Und natürlich ließ er es sich nicht nehmen. die lang erwartete "Star-Wars"-Parodie selbst zu vermarkten. "Nach 40 Jahren fragten wir uns, was die Zuschauer sehen sollen", sagte er in einem Teaser zum Film. "Und dann drehten wir diesen Film."
Soll heißen: Dann drehten sie diesen Schrottfilm. Wie gut oder wie schlecht "Spaceballs: The New One" unter der Regie von Josh Greenbaum wirklich ausgefallen sein wird, muss sich noch zeigen. Die Komödie mit vielen Darstellern aus dem Original, allen voran der endlich auf die Schauspielbühne zurückkehrende Rick Moranis, erscheint im Frühjahr nächsten Jahres in den Kinos - pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des 80er-Klassikers. Am Original, aber auch an Brooks Filmen wird sich die Komödie so oder so messen müssen. Brooks drehte seit Ende der 1960er-bis Mitte der 1990er elf Spielfilme, welche sollte man unbedingt gesehen haben?
Frühling für Hitler (1968)
Mel Brools absurdes Regiedebüt. Das parodistische Element ist in "Frühling für Hitler" (1968) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Filmen, der Hang des Regisseurs zur Satire kommt aber voll zur Entfaltung. In der Komödie steht die Frage im Mittelpunkt: Wie würde Hitler in der Gegenwart wahrgenommen?
Ein Broadway-Produzent und ein Buchprüfer wollen kräftig absahnen, indem sie Geld bei Investoren einsammeln und dann ein billiges Musical auf die Bühne bringen. Doch das Stück über Adolf Hitler, das eigentlich scheitern sollte, wird zu einem Riesenerfolg. Mit "Frühling für Hitler" begann Brooks kongeniale Zusammenarbeit mit Gene Wilder, für das Originaldrehbuch, das er ebenfalls verantwortete, erhielt er einen Oscar.
Der wilde wilde Westen (1974)
Unschwer zu erkennen, was bei "Der wilde wilde Westen" (auch bekannt als "Is' was, Sheriff?" oder als "Mel Brooks' Blazing Saddles") auf der Schippe lag. Jawohl, nie war der Wilde Westen wilder als hier. Der großartige Gene Wilder spielt den alkoholabhängigen Revolverhelden Kid the Kid (wer damit wohl gemeint ist!), der den Einwohnern eines kleinen Kaffs im Kampf gegen einen skrupellosen Politiker zur Hilfe kommt.
"Der wilde wilde Westen" steht zu Unrecht im Schatten von Brooks' bekannteren Filmen, immerhin wählte das American Film Institute die aberwitzige Western-Parodie auf Platz sechs der besten Komödien aller Zeiten. Yee-haw.