Kuriose Fakten: Das wussten Sie noch nicht über die Oscars
Autor: Teleschau
, Dienstag, 10. März 2026
Von wortkargen und überschwänglichen Dankesreden, großen Gewinnern und unbekannten Verlierern, von Multitalenten und Müllmännern: kuriose Fakten zur Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt am 15. März.
Ein Blick zurück auf fast 100 Jahre Oscar-Geschichte: Welche Schwestern verkrachten sich bei der Verleihung? Wessen Name war falsch auf der Oscar-Statue eingraviert? Und wer hielt bislang die meisten Trophäen in seinen Händen? Die Auflösung gibt es hier!
So fing alles an
Eine Anekdote besagt, dass eine Mitarbeiterin und spätere Direktorin der Filmakademie mal ausgerufen haben soll: "Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!" Aber auch Bette Davis kommt als Namensgeberin infrage, weil sie den kleinen, vergoldeten Ritter mit ihrem Ehemann Harmon Oscar Nelson verglichen haben soll.
Den allerersten Oscar überhaupt bekam ein Deutscher: Der Schauspieler Emil Jannings gewann ihn 1929 für seine Rollen in den Stummfilmen "Der Weg allen Fleisches" und "Sein letzter Befehl". Wer sich nun wundert: Damals konnten Schauspielerinnen und Schauspieler noch für mehrere Filme auf einmal gewürdigt werden. Von Jannings Dankesrede ist nichts überliefert, im Gegensatz zu Greer Garson: Die Schauspielerin hielt 1942 eine fast siebenminütige Dankesrede. Danach wurde bei den Oscars nicht nur die Zeitbegrenzung eingeführt - Garson erhielt auch nie wieder den Oscar, obwohl sie in den Folgejahren viermal nominiert wurde.
Die hohe Kunst der Dankesrede
Ob das die schönste Dankesrede aller Zeiten war? "Thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you, thank you": 23-mal bedankte sich Gwyneth Paltrow 1999 in ihrer Oscarrede, während sie wie ein Schlosshund heulte.
Wortkarg war hingegen Schauspieler Clark Gable: Er nahm seine Statuette einzig mit einem "Danke" entgegen - ebenso wie Alfred Hitchcock 1968, der sechsmal für den Regie-Oscar nominiert war. Gewonnen hat er nie. Zum Trost gab es den Ehren-Oscar für das Lebenswerk - für Hitchcock kein Ersatz.
Um das Problem der langen Dankesreden zu lösen, versprach Moderator Jimmy Kimmel 2018 demjenigen Preisträger einen Jetski, der sich am kürzesten fassen konnte. Gewinner war Mark Bridges, der sich "nur" rund 30 Sekunden für den Kostümdesign-Oscar für "Der seidene Faden" bedankte. Das flotte Gefährt behielt er nicht, sondern spendete es für einen guten Zweck.
Dass ihm die Academy über Jahrzehnte den Oscar verwehrte, störte Jack Palance nicht. Als er 1992 den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "City Slickers - Die Großstadt-Helden" gewann, konterte er Fragen nach seinem Alter (damals 73) mit einem denkwürdigen Auftritt: Der Schauspieler machte vier Liegestützen - auf nur einem Arm!