Druckartikel: In den Startlöchern: Das ist über Teil 3 der "Dune"-Reihe bekannt

In den Startlöchern: Das ist über Teil 3 der "Dune"-Reihe bekannt


Autor: Wilhelm Flemmer

, Mittwoch, 13. Mai 2026

Während "Dune: Part 2" in Deutschland im Free TV zu sehen ist, steht der Nachfolger bereits in den Startlächern. Worum geht es in "Dune: Part Three", wer spielt mit, wann kommt das Sci-Fi-Spektakel in die Kinos?


Mit den beiden hochgelobten und überaus erfolgreichen "Dune"-Filmen gelang dem kanadischen Regisseur Denis Villeneuve eine würdige Verfilmung von Frank Herberts "Wüstenplanet"-Epos. Die Spannung, aber auch die Erwartung an den dritten Teil sind groß, und sie werden nicht kleiner sein, nachdem die Fans am 14. Mai bei RTL "Dune: Part Two" gesehen haben werden.

Dass man sich mit "Dune 3" auf so manche Überraschung einstellen muss, wurde im Vorfeld schon manches Mal deutlich. Unter anderem hatte Regisseur und Co-Drehbuchautor Villeneuve vor zwei Jahren angekündigt, dass der Film nicht eigentlich der abschließende Teil einer Trilogie sein, sondern eine eigene "Identität" haben werde.

Was diese "Identität" auszeichnet, ließ der im März veröffentlichte Teaser zu "Dune 3" ahnen. Er bot Einblick in einen Film, der sich deutlich von den anderen beiden zu unterscheiden scheint. Bei der Premiere des Clips brachte Villeneuve die Veränderung auf den Punkt. "Part Three" sei "actiongeladener, spannender, kraftvoller", aber auch "schockierender" als die Vorgänger, erklärte er.

Auf der Kinomesse CinemaCon im April fanden die Besucher Villeneuves Worte bestätigt. Dort hatte der Regisseur und die "Dune"-Stars Timothée Chalamet, Zendaya und Jason Momoa die ersten sieben Minuten des Sci-Fi-Spektakels vorgestellt. Die Szenen waren in der Tat "actiongeladen" und "kraftvoll", und manch einer verglich sie mit der berühmten Anfangssequenz von Steven Spielbergs Antikriegs-Epos "Der Soldat James Ryan".

Robert Pattinson spielt den Schurken

Zu sehen war in dem Ausschnitt die Landung der von Stilgar (Javier Bardem) angeführten Fremen auf einem sturmgebeutelten Planeten, wo den Bewohnern des Wüstenplaneten Arrakis erst der Regen, dann Kugeln und Laserstrahlen um die Ohren fliegen. Es dürfte eine weitere Schlacht in dem heiligen Krieg sein, den der als Messias verklärte Imperator Paul Atreides (Timothee) entfesselt hat und nun mit einer Verschwörung gegen seine Dynastie konfrontiert ist.

Zum großen Widersacher Pauls im Finale schält sich der finstere Scytale heraus - eine der gefährlichsten Gestalten im gesamten "Dune"-Kosmos. In Herberts Vorlage "Dune Messiah", dem zweiten Teil des Romanzyklus, wird die Figur als Gestaltwandler eingeführt, der seine Identität nach Belieben ändern, Intrigen schüren und Menschen manipulieren kann. Scytale spinnt ein Netz aus Lügen und strebt danach, die Herrschaft im Imperium zu übernehmen.

Gespielt wird der Oberschurke von Robert Pattinson, der damit zum "Dune"-Cast um Timothée Chalamet, Zendaya, Rebecca Ferguson und Javier Bardem stößt. Neu an Bord ist auch Schauspiellegende Isaach De Bankolé ("Ghost Dog - Der Weg des Samurai"), der einen Fremen namens Farok spielt. Jason Momoa kehrt nach Abwesenheit in Teil zwei zur Filmreihe zurück. Diesmal spielt er einen Charakter namens Hayt. Was das heißt, erfahren die Zuschauer ab 17. Dezember in den Kinos.

Denis Villeneuve führte bei allen drei "Dune"-Filmen Regie. "Dune 3" soll seine letzte kreative Beteiligung an dem Sci-Fi-Epos sein. Mit dem Erfolg der Reihe hat er einen vemeintlichen Fluch um die Verfilmungen von Herberts monumentaler Sci-Fi-Erzählung gebrochen. David Lynchs Adaption "Der Wüstenplanet" (1984) war ein Flop und gilt auch als künstlerisch gescheitert. Alejandro Jodorowskys Ansatz blieb in den Vorbereitungen stecken.

Ob es mit der "Dune"-Reihe nach der Ära Villeneuve weitergehen wird, ist noch ungewiss. Stoff als Grundlage für weitere Verfilmungen gäbe es mehr als genug. "Der Dune"-Zyklus besteht aus 23 Bänden und mehreren Kurzgeschichten. Allein Herbert stellte bis zu seinem Tod sechs Romane fertig. Bei der Arbeit am siebten Teil starb er 1986 mit 65 Jahren.

Quelle: teleschau – der mediendienst