Erfolg an den Kinokassen: Bud Spencer und Terence Hill watschten sogar "Star Wars" ab
Autor: Wilhelm Flemmer
, Donnerstag, 02. April 2026
Bud Spencer und Terence Hill gehören zu den erfolgreichsten Leinwand-Duos der Filmgeschichte. Zum Auftakt der Filmreihe auf Kabel Eins ab 2. April zeigen wir die unglaublichsten Fakten rund um ihre besten Filme.
Sie waren nicht nur, aber vor allem in Deutschland absolute Publikumslieblinge: Kaum ein Leinwandduo war so erfolgreich und eigenwillig wie Bud Spencer und Terence Hill. Und ihre Filme waren nicht nur Haudrauf-Klamauk, sondern begeisterten auch mit Tempo, Witz und manchmal auch mit Gesellschaftskritik. Bestens zu sehen in den Filmen, die Kabel Eins ab 2. April zeigt - angefangen mit der Sportkomödie "Sie nannten ihn Mücke" (20.15 Uhr), wo Spencer freilich ohne Kollege Hill zu sehen ist, über "Zwei Asse trumpfen auf" (3. April, 16.10 Uhr) bis zu den "Zwei bärenstarke Typen" (3. April, 22.30 Uhr).
Gott vergibt - Django nie! (1967)
Bud Spencer und Terence Hill mussten sich als Kollegen erst noch finden. Beide waren zunächst auf Solo-Pfaden unterwegs, Spencer etwa in der Komödie "Ein Held unserer Tage" (1955), wo er noch unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli mitwirkte, und Hill in Luchino Viscontis Meisterwerk "Der Leopard" - auch er noch mit seinem Geburtsnamen Mario Girotti. Ihr erster gemeinsamer Film war "Gott vergibt - Django nie!" (1967), für den sich beide Künstlernamen zulegten. Es war die Geburtsstunde von Bud Spencer und Terence Hill - eines Duos, das bald und nach zahlreichen weiteren Filmen zu einer Marke werden sollte.
"Gott vergibt - Django nie!" erster gemeinsamer Film? Das stimmt nicht ganz. Denn schon im Sandalenfilm "Hannibal" (1959) von Edgar G. Ulmer ("Umleitung") waren Spencer und Hill zu sehen. Aber erstens hatten sie hier keine gemeinsame Szene, weshalb von einem Duo noch keine Rede sein konnte. Und zweitens gab es damals - wie schon erwähnt - weder einen Bud Spencer noch einen Terence Hill.
Weiterer Fun Fact: Von "Gott vergibt - Django nie!" gibt es zwei Versionen. Das Original von 1967 ist ein ernster und vor Gewalt strotzender Italowestern. Nach dem großen Erfolg der komödiantischen Haudrauf-Werke von Spencer und Hill folgte Anfang der 80er-Jahre eine neu synchronisierte und neu geschnittene Fassung. Auch hier gab der Titel das Programm vor: Im Unterschied zum "nie vergebenden Django" war in der Westernkomödie "Zwei vom Affen gebissen" die Gag-Quote merklich höher.
Auch wissenswert: Bei "Gott vergibt - Django nie!" fand Terence Hill nicht nur seinen kongenialen Filmpartner Bud Spencer, während der Dreharbeiten lernte er auch seine Frau Lori Hill (geborene Zwicklbauer) kennen. Die bayerischstämmige US-Amerikanerin war bei der Produktion als Dialogtrainerin angestellt. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein - und eine Liebe für die Ewigkeit. Hill und Zwicklbauer heirateten schon zwei Monate nach ihrem ersten Treffen, die Ehe hält bis heute.
Hügel der blutigen Stiefel (1969)
Mehrere Fassungen gibt es auch von dem Italowestern "Hügel der blutigen Stiefel" aus dem Jahr 1969. Auch dieser Film wurde wenige Jahre später auf Haudrauf und Klamauk getrimmt. Die neue Fassung von 1978 heiß nun "Zwei hau'n auf den Putz" und war rund 15 Minuten kürzer als das Original. Fünf Jahre später schnitt das DDR-Filmstudio DEFA eine dritte Fassung. Die war nicht nur mit dem Titel, "Hügel der Stiefel", sondern auch inhaltlich wieder stärker an den Ursprungsfilm angelehnt.
"Hügel der blutigen Stiefel" oder "Zwei hau'n auf den Putz" oder "Hügel der Stiefel" bildet übrigens den Endpunkt dessen, was mit "Gott vergibt - Django nie!" begonnen wurde: Die Filme sind zwei Teile eine Trilogie. "Vier für ein Ave Maria" (1968), der mittlere Teil, wird von der Kritik am besten bewertet. Joe Hembus, Westernkenner und Herausgeber eines maßgeblichen Western-Lexikons, lobte die "erheiternden Überraschungen". Inszeniert wurden alle drei Filme von Giuseppe Colizzi, der mit Spencer und Hill noch "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" (1972) drehen wird.