Druckartikel: "Barbie": Scheitert die Fortsetzung an der Gehaltsvorstellung von Ryan Gosling?

"Barbie": Scheitert die Fortsetzung an der Gehaltsvorstellung von Ryan Gosling?


Autor: Teleschau  

, Montag, 03. August 2026

"Barbie" war der große Überraschungserfolg des Kinojahres 2023. Ein zweiter Teil der selbstironischen Spielzeugverfilmung von Regisseurin Greta Gerwig könnte nun an Geldfragen scheitern.


Im Sommer 2023 war Barbie plötzlich wieder in aller Munde. Mit einem modernen Anstrich wurde die beliebte Spielpuppe in Greta Gerwigs gleichnamiger Verfilmung zum Kinostar, verkörpert von Margot Robbie, mit Ryan Gosling als Ken an ihrer Seite. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar wurde der Film zum Überraschungserfolg: Kein anderer Film spielte 2023 so viel Geld ein.

Dass das zuständige Studio eine Fortsetzung produzieren möchte, dürfte also kaum verwundern. Doch die Pläne von Warner Bros. könnten an Geldfragen scheitern. Wie die "New York Times" berichtet, möchte sich Warner-Bros-Discovery-Chef David Zaslav nicht auf die Gagenforderungen von Robbie und Gosling einlassen, die auch eine Beteiligung an den Profiten des Sequels fordern. Laut "New York Times" fordert Gosling eine Gage von 20 Millionen US-Dollar. Gerwig hat gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Filmemacher Noah Baumbach, mit dem sie auch das Script für den ersten Film geschrieben hat, eine Idee für die Fortsetzung entwickelt, die sie mit dem Studio aber erst teilen möchte, wenn alle Verträge im Trockenen sind.

"Barbie" war als Einzelfilm geplant

Dass Warner Bros. in diese missliche Lage geraten ist, liegt auch daran, dass der Erfolg von "Barbie" die Erwartungen des Studios so sehr übertroffen hat. Das Projekt war in der Vor-Produktion mehreren Pannen unterworfen und bereits mehrmals verworfen worden, bevor Greta Gerwig sich dem Film annahm. Aufgrund der schwierigen Produktion wurde "Barbie" als Einzelfilm konzipiert - die Verträge der Stars enthielten also keine Verpflichtung für ein eventuelles Sequel.

Dadurch befinden sich Robbie und Gosling nun in der Lage, ihre Verträge neu auszuhandeln - den Erfolg des ersten Teils im Rücken. Und auch die Zeit spielt gegen Warner Bros.: Im Dezember laufen die Rechte des Studios an Barbie ab, die dann wieder ganz bei Spielzeughersteller Mattel liegen. Mattel müsste einen neuen "Barbie"-Film dann aus lizenzrechtlichen Gründen komplett neu konzipieren, ohne Greta Gerwig, Margot Robbie und Ryan Gosling sowie mit einem komplett neuen Konzept.

Quelle: teleschau – der mediendienst