Ein elfjähriger Junge hat in einem Wiener Nobel-Restaurant nach Ansicht des Kellners seine Pizza "falsch" gegessen. Die drastische Folge: Er wurde vor die Tür gesetzt.
Kurioser Vorfall in einem noblen Wiener Restaurant: Der elfjährige Leon und sein Vater wurden kurzerhand vor die Tür gesetzt, weil der Bub nach Ansicht des Kellners seine Pizza "falsch" gegessen hat. Das berichtet die österreichische Webseite "Heute.at".
Zunächst verlief der Pizzeria-Besuch in der Wiener Innenstadt ganz normal. Die Probleme begannen, als das Essen serviert wurde und Leon anfing, seine Pizza zu verspeisen. Innerhalb kürzester Zeit sei der Kellner wieder an ihren Tisch gekommen und habe gesagt, Leon solle seine Pizza doch bitte "normal" essen, so der Junge gegenüber Heute.at. "Ihn hat gar nicht so gestört, dass ich sie mit der Hand gegessen hab. Aber ich hätte sie nicht rollen dürfen, das hat der Kellner grauenhaft gefunden."
"Jeder kann seine Pizza essen, wie er will."
Das Personal äußerte Bedenken, den anderen Gästen könnte der Appetit vergehen, wenn sie Leon derart essen sähen. Leons Vater fand das weder angemessen noch witzig und verteidigte seinen Sohn und dessen Essverhalten vehement. Die Gemüter erhitzten sich immer mehr, es kam zum Streit. Die Folge: Rauswurf! Das Personal setzte das Vater-Sohn-Gespann kurzerhand auf die Strasse.
"So etwas habe ich noch nicht erlebt", so Leons Vater. Er spricht von einem "Pizza-Trauma" und fügt hinzu: "Ein Kind kann seine Pizza essen, wie es will. Nein, jeder kann seine Pizza essen, wie er will."
Auch interessant: Die Meinungen über das "richtige" Essen von Pizza gehen offenbar weit auseinander. Pizzabäcker Enzo Coccia, geboren und aufgewachsen in Neapel, beklagt den Verlust einer alten Tradition - und zeigt, wie Pizzaessen richtig geht.

