Das Harry-und-Meghan-Comeback: Vom Volk geliebt?
Autor: Jan Mies und Patricia Bartos, dpa
, Donnerstag, 15. Oktober 2026
Harry und Meghan sind zurück. Das Paar zeigt sich erstmals seit der Rückkehr nach England gemeinsam - und bekommt Blumen und warme Worte mit auf den Weg. Doch die Probleme der Royals bleiben.
Sie werden immer noch geliebt. Lächelnd und sichtlich gerührt sind der britische Prinz Harry (42) und seine Frau Herzogin Meghan (45) zu ihrem ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt seit ihrer Rückkehr ins Vereinigte Königreich empfangen worden. Etwa 100 Fans empfingen das Paar am Morgen vor einem gemeinnützigen Tonstudio in Nottingham. «Wir lieben dich, Meghan», rief eine Frau. Harry unterhielt sich strahlend mit einer Gruppe Schulkindern.
Der Herzog und die Herzogin von Sussex, die Ende August mit den Kindern, Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5), zumindest für die kommenden Monate nach England umgezogen waren, seien «sehr begeistert», zurück in Nottingham zu sein, sagte ein Sprecher der BBC. Eine Frau zeigte Meghan ein Foto von deren Besuch in der Stadt 2017. «Das ist so besonders», sagte die Herzogin.
Den letzten gemeinsamen öffentlichen Auftritt in Großbritannien hatten Harry und Meghan im September 2022 absolviert - und das war kein schöner Anlass. Das Paar war zur Beerdigung von Queen Elizabeth II. angereist, die Trauer konnte den Konflikt innerhalb der Königsfamilie aber kaum überdecken. Anfang 2020 hatten sich die Sussexes losgesagt, in den vergangenen Jahren lebten sie abgeschieden von den royalen Pflichten in den USA.
Große Aufregung um die ersten Termine
Mit entsprechender Spannung waren die Termine am Donnerstag bei gemeinnützigen Organisationen erwartet worden. Mehrere britische Medien berichteten mit einem Live-Ticker, jeder Schritt des berühmten Paares wurde genauestens verfolgt - und jedes Detail war wichtig. Meghans Haare waren «zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden», sie «trug einen locker sitzenden burgunderroten Wintermantel», beschrieb die Nachrichtenagentur PA. Harry zeigte sich in einem dunklen Anzug und einem weißen Hemd mit offenem Kragen.
«Welche Fächer verpasst ihr gerade?», fragte der jüngere Sohn von König Charles III. (77) der BBC zufolge grinsend die Schulkinder. Meghan bekam aus der Menge Blumensträuße überreicht. Die Berichte über den Konflikt insbesondere mit Harrys Bruder, Thronfolger Prinz William (44), schienen in Nottingham ganz weit weg. «Ich wollte sie schon immer treffen», sagte eine junge Frau über das Händeschütteln mit Meghan. «Das ist eine Ehre.»
Wie das Königshaus den Auftritt von Harry und Meghan bewertete, blieb offen. Der Abschied in die USA hatte ein beispielloses Beben ausgelöst und die Familienverhältnisse grundlegend verändert - bis heute? Die Zeitung «The i Paper» erinnerte zuletzt daran, dass Harry und Meghan gemeinsam mit William und dessen Frau Kate (44) einst als «Fab Four» bezeichnet wurden, als glamouröses Quartett, das die Monarchie in die nächste Generation führen sollte.
Ein Kampf der zwei Höfe?
Geblieben scheint davon nichts. Stattdessen wird im Vereinigten Königreich über einen Kampf der zwei Höfe spekuliert. Immer wieder werden Aussagen und Verhaltensweisen beider Paare als Versuche gewertet, sich die Deutungshoheit gegenüber dem jeweils anderen Paar zu verschaffen. Über die Hintergründe - etwa die Probleme in der gemeinsamen Kindheit von Harry und William nach dem Unfalltod ihrer Mutter, Prinzessin Diana 1997 - sind mittlerweile mehrere Bücher erschienen.