Happy Birthday - Das Jubiläumsalbum der Sportfreunde Stiller
Autor: Britta Schultejans und Sylvie Rüdinger, dpa
, Freitag, 12. Juni 2026
Die Sportfreunde Stiller feiern ihr Bandjubiläum gebührend - mit einer Tour, einem Film und vor allem mit einem neuen Album. Der passende Titel: «Happy Birthday!».
30 Jahre gemeinsam auf der Bühne, Höhen, Tiefen - und der Soundtrack für die Jugend einer ganzen Generation: Die Sportfreunde Stiller feiern ihr Bandjubiläum und schenken sich und ihren Fans dazu ein neues Album: «Happy Birthday!» kommt an diesem Freitag (12. Juni) auf den Markt.
Darin setzen sie der Weltlage, dem Weltschmerz, ein Konzept von Zusammenhalt und Optimismus entgegen - das, was die Band seit 30 Jahren ausmacht. Die Songs auf dem Album heißen «Keine Blumen ohne Regen», «Wir laden uns auf», «Vergiss mir die Zukunft nicht» - oder schlicht «Happy».
«Selbstaufladung und leichteres Zeug»
«Anfangs waren noch schwerere Themen am Start, aber die haben sich nicht lange gehalten. Uns dürstete dann auch eher so nach Selbstaufladung und irgendwie leichterem Zeug», sagt Sänger Peter Brugger im Interview der Deutschen Presse-Agentur.
«Wobei die Situationen der heutigen Gesellschaft oder Weltlage ja schon in der ein oder anderen Zeile immer wieder durchschwingen. Aber der Grundtenor ist eben dieser verbindende», sagt Schlagzeuger Florian Weber.
«Das alles macht uns ja selber auch fertig», ergänzt Brugger. «Wir haben darauf keinen Bock. Wir halten es auch nicht aus, wenn am Ende kein Happy End dasteht. Wir haben auch im zweiten Lied auf dem Album "Wir laden uns auf" eigentlich genau versucht, das zu beschreiben. Ja, okay, ist gerade scheiße, aber es ist ja nicht alles scheiße.»
«Bisschen mehr Musik hören, bisschen mehr rausgehen»
Dass nicht alles scheiße ist, schließen die drei Musiker aus den Erlebnissen auf ihren Konzerten. «Bei Konzerten habe ich das Gefühl, womöglich repräsentieren wir wirklich den kompletten Durchschnitt der Gesellschaft. Der Korridor, das ist alles, was uns verbindet. Wir wollen irgendwo miteinander eine gute Zeit haben», sagt Bassist Rüdiger Linhof. «Und da stehe ich dann oft so auf der Bühne und das ist ein Gedanke, den man immer wieder bekommt: Irgendwie ist es doch so leicht. Bisschen mehr Musik hören, bisschen mehr rausgehen, bisschen mehr Brettspiele spielen, Karten spielen.»
Sänger Brugger sieht «so eine Zeit, in der sich vieles verdichtet und in der man die Welt nur noch durch total vergiftetes Social Media betrachtet», sagt er im dpa-Interview. «Das, was früher normaler war - so etwas Reales und so ein Wir-Gefühl - das wird halt jetzt zur Sehnsucht. Ob es eine WM ist, wo man miteinander feiert und Dinge total selbstverständlich sind - dieses versaut man sich heute durch diesen Scheiß, den man die ganze Zeit konsumiert und der alle so misstrauisch werden lässt.»