Diese Deutschen kämpfen in Cannes um die Goldene Palme
Autor: dpa
, Donnerstag, 09. April 2026
Valeska Grisebach ist im Rennen um die Goldene Palme in Cannes. Die Konkurrenz ist hochkarätig: Pedro Almodóvar, Asghar Farhadi und Pawel Pawlikowski. Auch Sandra Hüller wird erwartet.
Die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach steht mit «Das geträumte Abenteuer» im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes im Mai. Das gab Festivaldirektor Thierry Frémaux bekannt. Grisebach konkurriert mit internationalen Schwergewichten wie Asghar Farhadi, Hirokazu Kore-eda und Pedro Almodóvar um die Goldene Palme. Die Filmfestspiele finden vom 12. bis 23. Mai statt.
«Das geträumte Abenteuer» spielt in der Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei und folgt einer Frau, die sich auf einen fragwürdigen Deal einlässt, um einem alten Freund zu helfen. Grisebach ist in Cannes keine Unbekannte: 2017 feierte sie mit «Western» in der Reihe «Un Certain Regard» Premiere.
In dieser Kategorie ist in diesem Jahr auch Katharina Rivilis mit «I’ll Be Gone in June» vertreten – ein Roadmovie über eine 16-Jährige auf der Suche nach dem amerikanischen Traum.
Hochkarätige Konkurrenz
Das Rennen um die Goldene Palme verspricht spannend zu werden. Auf der Liste stehen weitere große Namen wie Pavel Pawlikowski. Auch die Österreicherin Marie Kreutzer ist im Wettbewerb vertreten.
Farhadi kehrt mit dem in Paris gedrehten Film «Histoires parallèles» zurück. Almodóvar zeigt «Bitter Christmas», Pawlikowski «Vaterland» über den Kalten Krieg mit Sandra Hüller in der Hauptrolle. Hirokazu Kore-eda, der 2018 für «Shoplifters» die Goldene Palme gewann, stellt «Sheep in the Box» vor – über ein Paar, das einen humanoiden Roboter wie ein Kind großzieht.
Die Liste der Hauptwettbewerbsfilme mit derzeit 21 Titeln ist noch unvollständig, weitere Beiträge sollen in den kommenden zwei Wochen bekanntgegeben werden.
In der Sonderreihe «Cannes Première» ist auch Volker Schlöndorff mit «Heimsuchung» vertreten. Im Mittelpunkt des Films steht ein Haus an einem brandenburgischen See, das über verschiedene Epochen hinweg – von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis in die Gegenwart – zum Schauplatz wechselnder Bewohner und ihrer politischen wie persönlichen Umbrüche wird.