Deutscher Filmpreis: Das sind die Favoriten
Autor: Julia Kilian, dpa
, Dienstag, 31. März 2026
Zwei Monate vor Verleihung des Deutschen Filmpreises stehen die Nominierungen fest. Welche Filme im Rennen sind – und für welche rührende Rolle Senta Berger ausgezeichnet werden könnte.
Beim Deutschen Filmpreis geht das Drama «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski mit den meisten Nominierungen ins Rennen. Der Film ist gleich elfmal vorgeschlagen – etwa für den besten Spielfilm, die beste Regie und das beste Drehbuch, wie die Deutsche Filmakademie zwei Monate vor der Verleihung bekanntgab.
Das Politdrama «Gelbe Briefe» von Regisseur İlker Çatak kommt auf neun Nominierungen. Jeweils sieben Nominierungen bekamen die Buchverfilmung «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» von Simon Verhoeven und das Drama «Das Verschwinden des Josef Mengele» von Kirill Serebrennikow.
Insgesamt konkurrieren sechs Filme um die Goldene Lola für den besten Spielfilm – neben diesen vier Titeln sind es das Drama «Amrum» von Regisseur Fatih Akin und die Literaturverfilmung «22 Bahnen» von Mia Maariel Meyer.
Die Auszeichnungen werden am 29. Mai in Berlin verliehen. Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab.
«In die Sonne schauen» war in diesem Jahr auch für Deutschland bei den Oscars ins Rennen gegangen, hatte es aber in Hollywood nicht bis in die Endrunde geschafft. Erzählt wird darin von vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben.
Eine Nominierung für Senta Berger
Schauspielerin Senta Berger ist für ihre rührende Rolle in «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» als beste Hauptdarstellerin vorgeschlagen. Die 84-Jährige hatte sich zuletzt von einem Sturz erholen müssen – sie musste wegen eines komplizierten Bruchs des Oberschenkels operiert werden.
In «Ach, diese Lücke» spielt sie unter der Regie ihres Sohnes. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Schauspielers Joachim Meyerhoff, das dieser über seine Großeltern schrieb. Berger kann nun auf eine Lola als beste Hauptdarstellerin hoffen, nachdem sie vor einigen Jahren den Ehrenpreis der Filmakademie erhalten hatte.