Tipps: So machen Sie Ihr Fahrrad fit für den Frühling
Autor: Redaktion
Göttingen, Dienstag, 08. März 2016
Im Frühling kommt endlich das Fahrrad wieder zum Einsatz. Doch bevor Sie sich auf Ihr Rad schwingen, sollten Sie es einem Frühlings-Check unterziehen.
Wenn sich die Sonne wieder häufiger zeigt und das Thermometer steigt, beginnt auch die Fahrrad-Saison. Doch bevor die erste Rad-Tour begonnen werden kann, muss das Fahrrad nach der Winterpause gründlich durchgecheckt werden.
Eine gründliche Reinigung bringt mögliche Schäden ans Licht
Zuerst sollte der Drahtesel gut gereinigt werden. Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) empfiehlt, das Rad einfach mit Wasser, Spülmittel und einem Schwamm zu putzen. Denn manche Schäden würden erst dann sichtbar werden, wenn das Fahrrad auch wirklich sauber sei. Ein Hochdruckreiniger kann dem Fahrrad dagegen nur schaden: David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad erklärt, dass der hohe Druck das Wasser in die Tretlager bringen und dort großen Schaden anrichten kann.Wenn man nach dem Säubern Silikonöl auf den Rahmen aufträgt, bildet sich hierdurch eine schmutzabweisende Schicht. Auch normales Autowachs kann man dafür verwenden.
Koßmann rät außerdem zu einer technischen Überprüfung vor der Nutzung des Fahrrads: "Überwintert das Zweirad im Keller, kann vom Luftverlust bis zum Festsetzen der Kette vieles passieren."
Fahrrad-Check: Reifen, Bremsen & Kette
Wichtig sind beim Frühlings-Check die Reifen des Fahrrads. Mit der Zeit verlieren sie Luft und müssen deshalb vor der ersten Fahrt aufgepumpt werden. Die Aufschrift auf dem Mantel verrät dabei, wie viel Luft der Reifen benötigt. Ansonsten kann auch einfach mit dem Daumen nachgeprüft werden, ob der Reifen genug Luft hat. Auch eine Überprüfung des Mantels ist wichtig. ADFC-Experte Huhn verrät: "Eine bestimmte Profiltiefe ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber blank sollte die Lauffläche nicht sein." Um Risse oder einzelne Fäden am Mantel zu vermeiden, sollte ein Fahrrad am bestens hängend gelagert werden. Wenn es zu lange steht, können Risse entstehen - und dann muss der Mantel ausgetauscht werden. Als nächstes sollten die Speichen des Rads getestet werden. Huhn rät: "Es reicht aus, kurz mit zwei Fingern die Spannung der Speichen zu prüfen." Sollte eine Speiche locker sein, muss sie von einem Fahrradexperten nachgezogen werden. Um sicher im Verkehr unterwegs zu sein, sollte man an den Speichen außerdem je zwei Reflektoren befestigen.
Wichtig für Ihre Sicherheit: Bremsen überprüfen
Auf keinen Fall darf man vergessen, die Bremsen zu checken. Bei modernen Rädern sind meist Scheibenbremsen angebracht, zu den Bremszügen meint Huhn: "Man sollte noch ungefähr zwei Zentimeter Luft haben, wenn man am Bremshebel zieht". Nur damit ist sichergestellt, dass man wirkungsvoll bremsen kann. Wenn Sie ein Fahrrad mit Felgenbremsen besitzen, müssen die Bremsklötze und auch die Felge sauber gemacht werden. Dafür kann man einfach einen Schwamm mit einer Kratzfläche benutzen.
Vorsicht vor einer rostigen Kette
Wenn die Fahrradkette nicht gut gepflegt wird, kann sie schnell Rost ansetzen. Die Folge ist, dass sie bei der Fahrt abfallen oder sogar brechen kann. Deshalb sollte sie am besten einmal pro Monat geölt werden. Sollte sich der Rost nicht mehr entfernen lassen, muss sie eventuell ausgetauscht werden.
Testen Sie, ob alle Schrauben noch festsitzen
Auch sollte überprüft werden, ob das Licht noch funktioniert. Zum Schluss müssen noch alle Schrauben an den Schutzblechen, am Kettenschutz oder am Fahrradständer überprüft und notfalls festgezogen werden. Die meisten Dinge können Sie also ganz einfach selbst erledigen. Doch sobald es um die Schaltung geht oder ein Tretlager, sollte ein Experte herangezogen werden, rät Huhn vom ADFC. Eine komplette Fahrradinspektion kostet knapp 70 Euro.