Anschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt: Drei Tote, 12 Verletzte - Frankreich ruft höchste Sicherheitswarnstufe aus
Autor: Redaktion
Straßburg, Mittwoch, 12. Dezember 2018
Auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt ist es am Dienstagabend zu einem Schusswechsel gekommen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Sechs sind schwer verletzt. Der Täter ist bereits der Polizei bekannt und sollte Stunden vorher schon festgenommen werden
Update 12.12.2018 [6.34 Uhr]: Insgesamt drei Tote - Regierung rief höchste nationale Sicherheitsstufe aus.
Eine weitere Person ist an den Folgen ihrer Verletzungen verstorben. Die aktuelle Zahl der Todesopfer liegt nun bei drei. Insgesamt zwölf Personen wurden dabei verletzt, darunter befinden sich sechs Schwerverletzte.
Der mutmaßliche Täter hätte einem Medienbericht zufolge eigentlich schon am Dienstagmorgen verhaftet werden sollen. Wie der französische Radiosender France Info unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause. Dem 29-Jährigen wurde versuchter Mord vorgeworfen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Stunden vor den Schüssen sollen Granaten gefunden worden sein, wie France Info und die Zeitung "Le Parisien" berichteten.
Zwischen 20 und 21 Uhr habe der vermutlich radikalisierte Mann sich zweimal einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften im Patrouilleneinsatz geliefert. Laut Polizei, haben ihn Soldaten angeschossen, woraufhin er einem gestohlenen Taxi flüchtete.
Frankreichs Regierung ließ nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen. Das bedeute verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes, erläuterte Castaner. Auch Weihnachtsmärkte würden stärker kontrolliert. Laut dem Minister war der mutmaßliche Täter bereits wegen Delikten in Frankreich und Deutschland verurteilt worden.
Sowohl der Weihnachtsmarkt, als auch kulturelle Einrichtungen und Schulen bleiben in Straßburg am gesamten Mittwoch geschlossen.
Terror-Angriff auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt:
Im ostfranzösischen Straßburg sind am Dienstagabend zwei Menschen getötet worden. Mindestens 13 Menschen wurden laut dpa bei der Attacke verletzt, die sich auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt ereignet hat. Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus.
Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Die Untersuchung wurde unter anderem dem Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigten.