Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache

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Pflegekräfte transportieren Patienten auf Intensivstation
Die Zahl tödlicher Herzinfarkte ist im Jahresvergleich zurückgegangen.
Pflegekräfte transportieren Patienten auf Intensivstation
Frank Molter/dpa

Herzinfarkte und Schlaganfälle bleiben die tödlichsten Erkrankungen. Die Fallzahlen sinken seit dem Jahr 2022 aber deutlich.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl der Menschen, die 2025 daran starben, nahm im Vorjahresvergleich aber um 1,5 Prozent auf 334.100 ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 

Im Vergleich zum Jahr 2022 betrug der Rückgang sogar 6,7 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es in dem Zeitraum bei Herzinfarkten (minus 15,2 Prozent) und sogenannten zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen Schlaganfälle, Hirnblutungen und Hirninfarkte gehören (minus 6,3 Prozent). In den Jahren zuvor, zwischen 2019 und 2022, war hier den Angaben zufolge noch ein Anstieg zu verzeichnen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Voigtländer, sieht vor allem zwei Gründe, warum weniger Menschen an koronaren Herzerkrankungen sterben. Zum einen würden die Erkrankungen inzwischen viel früher diagnostiziert. Außerdem gebe es inzwischen bessere Möglichkeiten der medikamentösen Therapie. Die entscheidenden Aspekte Blutdruck, Blutzucker und Blutfette werden dabei stärker adressiert als früher. «Das ist ein Punkt, der so langsam durchschlägt», so Voigtländer.

Rückgang der Todesfälle beträgt bis zu 30,6 Prozent 

Der Rückgang bei tödlichen Herzinfarkten seit 2022 war bei Frauen mit minus 16,8 Prozent noch deutlicher als bei den Männern mit minus 14,1 Prozent. Alle Altersgruppen konnten profitieren, besonders hoch war der Rückgang laut Bundesamt bei den 80- bis 85-Jährigen mit minus 30,6 Prozent. Bei den zerebrovaskulären Krankheiten sank die Zahl der Todesfälle bei den Männern seit 2022 um 4,6 Prozent und bei den Frauen um 7,7 Prozent.

Insgesamt starben in Deutschland vergangenes Jahr rund 1,01 Millionen Menschen, 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Es handelt sich um den dritten Rückgang in Folge, wie das Bundesamt mitteilt.

228.800 Menschen erliegen Krebsleiden 

Die zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen war auch 2025 Krebs mit 228.800 Verstorbenen, es folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 81.200 Toten. Fast zwei Drittel der Menschen (64 Prozent) starben an einer Erkrankung, die zu den drei am häufigsten tödlichen Krankheitsgruppen gehört. 

Bei den Frauen waren die drei häufigsten Todesursachen laut Bundesamt: Demenz mit 7,7 Prozent, chronische ischämische Herzkrankheit mit 5,8 Prozent und Herzinsuffizienz mit 4,3 Prozent. Männer starben am häufigsten an chronischer ischämischer Herzkrankheit mit 7,7 Prozent, bösartigen Neubildungen der Bronchien und der Lunge mit 5,2 Prozent und Herzinfarkt mit 4,8 Prozent.