Hitzewelle bringt Unwetter, Verletzte und Straßenschäden
Autor: dpa
, Samstag, 20. Juni 2026
Neue Gewitter sind im Anmarsch. Wie gefährlich sie sind, zeigt ein Vorfall während eines Sportfestes in Baden-Württemberg. Zum kalendarischen Sommerbeginn bleibt es fast überall: schwül und warm.
Erst brütend heiß, dann ein kräftiges Donnerwetter: Vor allem im Osten und Westen Deutschlands drohen neue Schauer und Unwetter. Lokal können sie laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch heftiger ausfallen. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfestes in Baden-Württemberg gab es bereits mehrere Verletzte. Der Hitze geht die Puste derweil vorerst noch nicht aus. Und das sorgt für Probleme.
Wie es mit dem Wetter weitergeht
Die Hitze setzt sich vor allem in der Mitte und im Süden des Landes bis Mittwoch fort mit Temperaturen zwischen 32 und 39 Grad. Der DWD warnt vor starker bis teils extremer Wärmebelastung. Im Norden und Nordosten kann es kühler werden. «Ob im Südwesten Deutschlands während der aktuellen Hitzewelle Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist derzeit noch unsicher», sagte Meteorologe Christian Herold.
Doch nicht nur Hitze macht den Menschen zu schaffen, sondern auch Gewitter. Am Sonntagvormittag - dem Tag des kalendarischen Sommerbeginns - ist vor allem Nordrhein-Westfalen von schweren Gewittern betroffen, dabei insbesondere das Ruhrgebiet. Im Laufe des Sonntags werden die heftigsten Gewitter dann in der Mitte und später im Südosten der Republik erwartet.
Bei Gewittern kann es gefährlich werden
Bei Gewittern und Unwettern ist generell Vorsicht angesagt - besonders aber, wenn sie über Großveranstaltungen unter freiem Himmel hinwegziehen. Am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Später durften die 59.000 Besucher und Besucherinnen wieder tanzen und feiern.
Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern wurde in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden 13 Menschen bei dem Sturm leicht verletzt. Mittlerweile duften die Menschen zurück auf das Gelände. Gleich mehrere Großveranstaltungen laufen an diesem Wochenende.
Was noch vorgefallen ist
Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfestes im baden-württembergischen Rastatt wurden neun Menschen verletzt. Unter ihnen war eine junge Frau Anfang 20, die schwere Verletzungen erlitt, wie die Polizei mitteilte. Sie lag am Nachmittag weiterhin im Krankenhaus.
Im Zuge des Handballfestes hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl gezeltet, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Mehrere Menschen sollen dann versucht haben, die Zelte gegen den starken Wind zu schützen, als plötzlich ein Blitz in eine der Zeltstangen einschlug.