Wie entsteht Hagel?
Autor: dpa
, Freitag, 17. Juli 2026
Wussten Sie, dass ein Hagelkorn innen wie eine Zwiebel aussieht? Wie groß war wohl das größte Hagelkorn, das je zur Erde fiel? Die Antworten finden Sie hier.
Hagel ist ein ganz besonderes Wetterphänomen. Meteorologen sprechen davon, wenn die Eisklumpen mindestens einen Durchmesser von fünf Millimetern haben. Sind sie kleiner, ist es Graupel.
Wie entsteht Hagel?
«Voraussetzung sind kräftige Schauer oder Gewitter», erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Charakteristisch bei Hagel ist der schalenförmige Aufbau: «Wenn man ein Hagelkorn in der Mitte durchschneidet, sind mehrere Schichten erkennbar.»
Das hat damit zu tun, wie Hagel entsteht: Regentropfen werden durch Aufwinde kilometerweit nach oben gepustet. In den eiskalten Regionen der Gewitterwolke gefrieren sie. In Auf- und Abwinden werden sie immer wieder nach oben und nach unten gewirbelt. Dabei sammelt das Eiskorn weiteres Wasser auf, das an ihm festfriert. Irgendwann wird es zu schwer und fällt zu Boden.
Wann und wo ist die Gefahr am größten?
Hagel ist immer lokal auf eine relativ kleine Fläche begrenzt, wissen die Fachleute. Zeitlich kommt dieses Wetterphänomen am häufigsten vom Mai bis August vor - in den Monaten, in denen es besonders oft starke Gewitter gibt.
Örtlich ist das Hagelrisiko in Alpennähe besonders groß. Aber auch im Raum Stuttgart und München, knapp nördlich von Frankfurt und in Nordhessen sind Hagelgewitter besonders häufig.
Wie groß kann Hagel werden?
Die größten Hagelkörner entstehen in sogenannten Superzellen. Der DWD nennt sie «Die Königin der Gewitterwolke». Dafür braucht es extrem feuchte Luft in Bodennähe und einen besonders starken Wind in der Höhe.
Dann können viele Tonnen Hagel aus einer einzigen Gewitterwolke fallen. Einzelne Hagelgeschosse können über zehn Zentimeter Durchmesser haben und mit einer Geschwindigkeit von mehr als 150 Kilometern pro Stunde auf die Erde stürzen.